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V. Bildhauer-Symposium in
Puerto del Rosario
Vormerken für alle Kunstliebhaber und -interessierte: vom 19. September
bis 25. Oktober findet auf dem großen Parkplatz an der Hafenstrasse in
Puerto del Rosario eine Neuauflage des Kunst-Symposiums statt.
Die im Jahre 2001 aus
der Taufe gehobene Veranstaltung erfreut sich ständig zunehmender
Interessentenschar, die während dieser vier Wochen den Steinmetzen auf
die Finger — sprich: Pressluftbohrer, Hämmer und Meißel — sehen und
eventuell sogar einen kurzen Plausch mit den Artisten in der
Mittagspause unter den schattigen Lorbeerbäumen halten können.
Viele nationale und
internationale Künstler haben bislang ihr Talent einem breiten Publikum
vorstellen können. Vom Rohblock aus Marmor oder Granit bis zu mächtigen
Holzstämmen — nichts konnte dem Künstlerwillen widerstehen. Ausgestellt
sind die meisten der Arbeiten in den Strassen unserer Inselhauptstadt
(im Moment etwa 70 Kunstobjekte aus vorhergehenden Editionen), andere
auch an markanten Plätzen in den anderen Gemeindekreisen.
Die diesjährige
Auflage wartet wiederum mit hochkarätigen Künstlern auf: aus dem fernen
Japan erwarten wir Kenji Takahashi und Ogata Yoshin, aus Mexiko Carlos
Monge, aus Argentinien Jorge Romeo, aus Europa: Ziyatin Nuriev (Türkei),
Hans J. Müller (Deutschland), Maxim Dumitras (Rumänien), Goran Cpajak (Yugoslawien).
Fast schon 'legendär'
ist die Teilnahme von J. Miguel Cubas aus Fuerteventura und Nicolae
Fleissig aus Frankreich, die bislang keine Edition 'verpassten'!
Als Arbeitsobjekte
werden Blöcke aus Alicante-Stein zur Verfügung gestellt.
Und die diesjährigen Motive? Zusehen und abwarten...!
Heißes Dauerthema: Flughafen für den
Süden
Während der Sommermonate — dem berühmten 'politischen Sommerloch' —
hat sich auf Fuerte die Planung eines zweiten Flughafens im Süden zu
einem brandheißen Diskussionsthema entwickelt.
Wahrscheinlich im Hinblick auf neue
Studien und Hochrechnungen, die belegen, dass die derzeitige, zu knapp
bemessene Erweiterung des Flughafens durch den weiter steigenden
Passagier- und Warenverkehr den Airport schon in wenigen Jahren erneut
kollabieren lassen, ist der Neubau eines Zweitflughafens im Süden, im
Gemeindekreis Pájara, in Erwägung gezogen worden.
Ein gemeindeeigenes Gelände im Gebiet
'Matas Blancas' in der Nähe des Barrancos 'Guerepe', nördlich der Costa
Calma, soll für den Plan bereitgestellt werden. Initiiert wurde die
Diskussion vom Hauptpromoter, der südlichen Gemeindeverwaltung und
unterstützt von der Inselverwaltung sowie der mächtigen
Hoteliervereinigung 'Hecansa'.
Außer 'normaler' gegenseitiger
Beschimpfungen und Unterstellungen seitens der politischen Befürworter
und Gegner kam noch kein erwähnenswerter Kommentar zustande, nicht zu
reden von rational untermauerten Fakten.
Geschmacksprobe: „..die
Feudal-Naturschützer, die sich grundsätzlich gegen alle zum
Allgemeinwohl anstehenden Neuerungen der Infrastruktur stellen..“ oder
auch: „..wissen nicht zu unterscheiden zwischen wirklicher Ökologie und
veralteten Ansichten..“.
Sollten interessantere Fakten bekannt
werden, halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden!
Weiterhin verboten: Abernten
von Muschelkolonien und Napfschnecken
Wahrscheinlich sind
Ihnen als Besucher auf Fuerte in den letzten Wochen die übergroßen
Schilder an den Straßenrändern in Richtung Westküste aufgefallen,
aufgestellt von der Inselregierung 'Cabildo Insular', auf denen etwas
von 'mejillones', 'lapas' und 'prohibido' steht.
Es geht hier um das
Abernten der Muschelfelder und das Ablösen der Napfschnecken, vorrangig
an der felsigen Westküste, seit einem Jahr per Gesetz (respektiv vom 29.
Juli 2004 und 14. August 2004) verboten!
Der minimierte Bestand
durch die maritimen Wilderer hat die Anzahl beider Spezies an den Küsten
unserer Insel inzwischen so weit reduziert, das sie sogar vom Aussterben
auf dem hiesigen Eiland bedroht sind. Das Verbot, erlassen im
vergangenem Jahr (wir berichteten im Juli und im August des Vorjahres
davon) durch die Inselregierung, scheint nach einem Jahr in Kraft
wohl für viele nicht mehr zu gelten; dazu kamen auch die Urlauber
(vorwiegend Insulaner des restlichen Archipels, welche die Sommermonate
auf den Campingplätzen auf Fuerte verbringen und sich mit Vorliebe aus
dem Meer ernähren). die heftig dazu beigetragen haben, dass die Bestände
der Muscheln und der Napfschnecken alarmierend abgenommen haben.
Die wenigen zur Kontrolle abgestellten Beamten der Umweltpolizei sind
allerdings fast machtlos gegen die Umweltfrevler, welche die durchaus
hohen Strafen scheinbar nicht von der Übeltat abhält.
Ein neuer Aufruf der
Inselregierung in den lokalen Medien appelliert an die Einsicht und die
Vernunft der Bevölkerung und bittet jene auch um Mithilfe.
Die Strafen bei Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot reichen von 300
bis 60.000 €, je nach Schwere der Tat, in diesem Falle der Menge der
eingesammelten Muscheln und der dabei verursachten Schäden.
Die speziell dafür
eingerichtete direkte Telefonleitung mit der Nummer 064 soll die
schnelle Meldung im Fall der Fälle ermöglichen.
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