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Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 11.11.2005)

 

¡ Viva España ! - ¡ Viva El Rey ! - ¡ Viva La Princecita !

In Spanien gibt es derzeit eigentlich nur ein Thema - oder besser gesagt: DAS Thema:
Die Geburt der Thronfolgerin Leonor am 31. Oktober in den allerersten Morgenstunden. Die offizielle Bekanntgabe durch das spanische Königshaus erfolgte gegen 2:30 Uhr.


Erste Fotos der Prinzessin Leonor durften am 7. November in der Residenz des Prinzen Felipe und der Prinzessin Letizia von Asturien geschossen werden: Hier eine kleine fotografische Chronologie:

eines der offiziellen Hochzeitsfotos

Letizia, kurz nachdem sie von ihrer Schwangerschaft wusste

...einige Tage vor der Geburt

Offizielles Foto des spanischen Königshauses von Letizia

Don Felipe beim Verlassen des Hospitals nach der Geburt von Leonor

Reporter vor dem Krankenhaus "Ruber Internacional"

Su Alteza Real la Infanta Doña Leonor...

...mit ihren glücklichen Eltern und Großeltern väterlicherseits



Hier einige kuriose und interessante Zusatzinformationen rund um die Geburt der Königstochter:

Auch im spanischen Königshaus ist man sich der Wichtigkeit des Internets bewusst. Bereits Minuten nach der Geburt der Kronprinzessin Leonor registrierte der Leiter der Informatikabteilung des Königshauses alle erdenklichen und unerdenklichen Verbindungen des Namens mit seiner ellenlangen Liste von Endungen .com/.biz/.net/.org/.info/... - momentan summieren jene sich auf etwa 200, Tendenz: steigend.

Zu spät kam jener allerdings für die Internet-Domain www.leonor.es, welches ein Musiker aus Alicante bereits seit geraumer Zeit belegt. Und auch ein Internet-User namens Daniel war schneller bei seinem Provider und registrierte sich für www.leonor.com.es - ¿für die schnelle Mark? Seine Vorinvestition: 13,50 €. Allerdings könnte jener ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt werden — gemäß den neuen Internet-Statuten, die eben jenen dubiosen „Handel“ mit Domainnamen einschränken wollen.

Und auch die Domain www.princesa-leonor.com wurde von einem Internet-Provider namens Siscomred noch vor dem Zugriff der königlichen Tastatur fremdvergeben, ebenso wie die Kombination www.reina-leonor.com - belegt von einem Herrn Pablo Serrano Jabonero. Allerdings ist man mit der öffentlichen Anstalt für Internetdomains in Spanien, Red.es, in Verbindung, um alle gewünschten Kombinationen für die Zukunft zu blockieren.

Überheblich? Nein, im Gegenteil. Der Königsfamilie wurde vía Internet mit eben solchen 'königlichen' Domains in der Vergangenheit übel mitgepielt...

Inzwischen gibt es auch zwei 'blogs' mit Bezug auf die neue, adlige Erdbewohnerin, die allerdings NICHT vom Königshaus unterhalten werden, jedoch ganz unterhaltsame Einträge beinhalten: Infanta Leonor de Borbón (der Link: http://leonordeborbon.blogspot.com/  ) und Princesa Leonor de Borbón (der Link: http://princesaleonor.bitacoras.com/ ).
Beide blogs in spanischer Sprache.

In Spanien wird wohl in der nächsten Zeit alles, was den Namen 'Leonor' beinhaltet, Erfolg haben. Das hat sich wohl auch ein asturianischer Koch gedacht, der sogleich ein Dessert a la Asturiana kreierte: 'Frixuelo a la Infanta Leonor'. Eine Art Blinis oder Crêpes, gefüllt mit warmem Apfelmus, begleitet mit einer Kugel Bo(u)rbón-Vanilleeis und darüber eine Crème aus asturianischen Kastanien und dem landestypischen Sidra (vergärter Apfelmost). Das alles in einer herbstlichen Komposition, um die Jahreszeit der Geburt der 'Infanta Leonor' zu verewigen... Erfinder dieser 'Homenage a la futura reina' - der Homage an die zukünftige Königin - ist das Restaurant 'Rincón Asturiano' in Benalmadena.

Leonor de Borbón, so lautet vorerst der offizielle Name des Nachwuchses der Príncipes de Asturias, Don Felipe und Doña Letizia, bis der König die weiteren, offiziellen Titel öffentlich bekanntgeben wird. Von Geburt an direkt 'Su Alteza Real' - Ihre Königliche Hohheit -, wie man in Zukunft in offiziellen Anlässen bemerken wird.

Der Name 'Leonor', ausgewählt von den Eltern, hat in der Geschichte der Monarchie Europas viele Spuren hinterlassen. In Spanien selbst regierten fünf Leonors in Aragón, zwei in Castilla (Kastilien) und zwei im Königreich Navarra. Aber auch in Portugal regierten zwei spanische Königinnen gleichen Namens, ebenso wie in England, ebenso in Frankreich und sogar in Deutschland gab es eine Kaiserin Leonor.

Hier eine Liste:

- Leonor de Plantagenet (1156-1214). Reina de Castilla (1170-1214).
- Leonor (1202-1244). Infanta de Castilla y Reina de Aragón.
- Leonor de Castilla (1241-1290). Reina de Inglaterra (1272-1290).
- Leonor, Princesa de Inglaterra. Hija de Eduardo I y Leonor de Castilla.
- Leonor de Castilla (1307-1359). Reina de Aragón (1329-1336).
- Leonor de Portugal (1328-1348). Reina de Aragón (1347-1348).
- Leonor de Trastámara (1350-1415). Reina de Navarra (1403-1416).
- Leonor de Sicilia. Reina de Aragón (1349-1375).
- Leonor de Aragón (1358-1382). Reina de Castilla (1379-1382).
- Leonor de Alburquerque (1374-1435). Reina de Aragón (1412-1416).
- Leonor de Aragón (1405-1445). Reina de Portugal (1433-1438).
- Leonor, Infanta de Castilla (1423-1425).
- Leonor de Portugal. Emperatriz de Alemania (1434-1467).
- Leonor de Aragón (1420-1479).
- Doña Leonor de Austria (1498-1558). Reina de Portugal (1519-1521) y de Francia (1530-1547).


In Asturien selbst ist man ein wenig traurig über die Namenswahl der 'Los Príncipes de Asturias', hatte man doch insgeheim auf einen landestypischen Namen des kleinen, ehemaligen Königreichs 'Principado de Asturias' an der nördlichen Atlantikküste Spaniens gehofft.

Nicht angeheiratet oder durch sonstige, verliehene Titel ist die Prinzessin Leonor auch rechtmässige Thronnachfolgerin der asturianischen Krone, da ihre Mutter - Doña Letizia - ebenfalls gebürtige Asturianerin ist.

Fragt man nach dem Gefallen des Namens Leonor für die Prinzessin, ist man einhellig der Meinung: ..es bonito.. (ist schön), mit einem „..aber..“ danach. Der Favorit in Asturien wäre 'Covadonga' gewesen. Auch wenn es (für uns Deutsche) ein wenig seltsam klingt, der Name hat Tradition im schönen Asturien. Einfach mal 'Covadonga' in die Suchmaschine eingeben....
Und, als wenn man ihr diesen Namen gegeben hätte, gibt es auch einen dazu passenden blog in den Tiefen des Internets: „Covadonga Borbón“ (Link: http://www.gorkalimotxo.net/covadonga/ ). Eine fiktive Erzählung eines Ungeborenen, eines königlichen Ungeborenen.

Und, last but not least, auch von unserer Redaktion die besten Glückwünsche an die spanische Königsfamilie.

¡ VIVA LEONOR !
 

 

Neue Asphaltdecken für die Gemeindestraßen

Die Straßen in den sechs Gemeindebezirken auf Fuerteventura werden in den nächsten Monaten neu asphaltiert.

Der zugenommene Verkehr auf Fuerte in den letzten Jahren hat auf vielen Nebenstraßen entlang der ganzen Insel erhebliche Beschädigungen an den Straßendecken verursacht. Die Insel-Coorperation hat einen eigens dafür ausgearbeiteten Plan verabschiedet, der die gemeindeeigenen Straßen, das Abwassernetz und die Gemeindeparks renoviert. Die dafür eingeplante Summe beläuft sich auf etwas über 2.000.000 €.

So werden in Betancuria die Zugangsstraßen zum 'Valle de las Cuevas' und zum 'Campo Viejo' fertiggestellt, die Hauptstadtviertel 'Fabelo' und 'El Charco' bekommen eine neue Straßendecke und Straßenbeleuchtung und die Reform des Stadtkerns in Gran Tarajal - noch in vollem Gang - bekommt einen weiteren Zuschuss für Straßenbeleuchtung (die man scheinbar in die erstere Kalkulation des Innenstadtausbaus nicht eingerechnet hatte...). Auf die Verschönerung der Dörfer setzt man im Gemeindekreis
'La Oliva' mit Investitionen in die Gemeindeparks in 'La Caldareta' und 'Lájares'. Generell saniert werden die Ansiedlungen 'Casillas de Morales' und 'Agua de Bueyes' in der Gemeinde Antigua, und die Gemeinde Pájara wird eine ihrer Abwasserpumpstationen erneuern, das Abwassernetz in Morro Jable verbessern (das man scheinbar nicht in den Griff bekommt) und seiner Gemeindehauptstadt Pájara eine neue Straßenbeleuchtung spendieren.

Die Inselregierung hat vor wenigen Tagen zusätzlich zum Thema Asphaltierungsarbeiten folgende Pressenotiz harausgegeben:

Um den fließenden Berufsverkehr nicht immer wieder ins Stocken und zum Erliegen zu bringen, werden ab sofort vorzunehmende Asphaltierungsarbeiten auf stark befahrenen Teilabschnitten während der Nachtstunden ausgeführt.
Bezug nahm man damit in erster Linie auf das Teilstück zwischen Flughafen, Richtung Süden, ab der Siedlung El Matorral bis Costa Caleta (Caleta de Fuste), welches seit mehreren Wochen ein Nadelöhr für den täglichen Berufsverkehr ist. die Regelung wird jedoch auch an anderen Teilstücken verwirklicht werden.

Bitte fahren Sie mit Vorsicht bei Nachtfahrten in Baustellen, an denen es auf Fuerte ja im Moment wirklich nicht mangelt!
 

 

Fuerteventura - Irland --- ...nur noch ein 'Klacks'

Seit dem 5. November ist ein Abstecher nach Irland keine Vision mehr. Die Fluglinie 'AER LINGUS' fliegt die Route Puerto del Rosario — Dublin direkt, und zwar regelmäßig samstags.

Geplant ist diese Verbindung vorerst nur für die Wintermonate bis zum 26. März.
Damit hat man der gestiegenen Nachfrage aus Irland Rechnung getragen: die (steigenden) Besucherzahlen bringen die Irländer inzwischen auf den vierten Platz in der Besucherstatistik Fuerte's, die weiterhin von den Deutschen angeführt wird, dicht gefolgt von Engländern und den Niederländern.

Der Einführungspreis liegt bei sensationellen 69,00 € für die einfache Route, dazu die Flughafengebühren. Das fluggerät ist ein Airbus 320 mit 174 Sitzplätzen. Da lohnt sich fast schon ein Wochenend-Abstecher...!
 

 

Erdölbohrungen vor Fuerteventura

Die Inselverwaltungen von Lanzarote und Fuerteventura nehmen den Kampf gegen die geplanten Erdöl-Bohrungen — vor unserer Nase — im Atlantik wieder auf.

Nach einer längeren Pause seit den letzten Zusammenkünften zur Ausarbeitung eines gemeinsamen Plans, der spanischen Regierung und dem Erdöl-Giganten Repsol-YPF dieStirn zu bieten, sind die Kooperationsarbeiten der beiden Inselregierungen in eine neue Phase gekommen.

Nach vier Monaten Stille, die wohl der parlamentarischen Sommerpause entsprechen (oder man ist sich einfach der reellen Gefahr für den einzigen Industriezweig der beiden Inseln, den Tourismus, nicht bewusst) versucht man jetzt, diese verlorene Zeit wieder einzuholen.

Allerdings hat man in der spanischen Regierung und auch bei Repsol-YPF keine derart lange Sommerpause genossen. Deren Pläne sind schon weiter fortgeschritten. Zur exakten Klärung, in wessen Hoheitsgebiet die Gewässer zwischen den Kanarischen Inseln und dem marokkanischen Königreich fallen, hat man sich bereits zusammengesetzt. Ein offizielles Ergebnis der Verhandlungen steht derzeit allerdings noch offen.

Sollten Sie mehr an diesem Thema interessiert sein (an der Verschleierungstaktik des spanischen Erdöl-Unternehmens Repsol-YPF und der Gleichgültigkeit der spanischen Regierung, der Handlungsohnmacht der beiden Inseln Fuerteventura und Lanzarote und am Schönreden der kanarischen Regierung) verpassen Sie nicht unsere große Reportage über die geplanten Erdölbohrungen direkt vor unserer Insel in der aktuellen Ausgabe des Fuerte-Fan-Magazins, welches Sie auch HIER kostengünstig als CD-Rom-Version bestellen können.
 

 

Finanz-Nachschuss für die Surf-Weltmeisterschaften

Ende Oktober unterzeichneten der Insel-Präsident Mario Cabrera und der Bürgermeister von Pájara, Rafael Perdomo, einen Vertrag zum Nachschuss von 90.000 € als Subvention zu den Surf- und Kite-Board-Weltmeisterschaften, wodurch sich die Gesamtsubvention der Inselregierung für dieses Event auf 184.000 € summiert.

Die Inselregierung möchte sich auch in Zukunft mehr in die Finanzierung dieser Weltmeisterschaften einbringen, da „..die Wichtigkeit der Veranstaltung sich nicht nur auf die Qualität der Veranstaltung oder seiner Teilnehmer bezieht , sondern auch als Aushängeschild für die Tourismus-Promotion-Arbeit in weiten Teilen Europas und der ganzen Welt  fungiert..“, wie der Inselpräsident dazu anmerkte.

Der Finanzrahmen in diesem Jahr war etwas enger als in den Jahren zuvor, da der Hauptsponsor aufgrund von überhöhten Rückforderungen sein Engagement zurückzog und dadurch die diesjährige Veranstaltung erstmalig nicht mit den für die Teilnehmer wichtigen Welt-Cup-Punkten zählen konnte. Die Veranstaltung selbst war aber  - vielleicht gerade deswegen - ein voller Erfolg, die Teilnehmerzahlen ein absoluter Rekord.
 

 

120.000 € Sanktion für illegale Steinbrucharbeiten

Wie in den vergangenen Tagen offiziell mitgeteilt wurde, bestätigte die kanarische Regierung in einer ihrer letzten Sitzungen im September den Antrag der Umweltschutzbehörde gegen die Firma Infrarenta SA wegen eines schwerwiegenden Verstoßes gegen den Umweltschutz.

Die Firma Infrarenta SA war im Besitz einer Lizenz aus dem Jahre 1981 für Steinbrucharbeiten im nördlichen Fuerteventura, an einem Ort namens 'Morros de Bayuyo' in der Gemeinde La Oliva, für ein Terrain in der Größe von 109.000 Quadratmetern, welches man wohl im Laufe der Zeit klammheimlich auf 280.000 Quadratmeter ausweitete.

Da auch auf Fuerte inzwischen andere Winde wehen, setzte die 'Agencia de Medio Ambiente' (die Umweltschutzbehörde) im Mai diesen Jahres eine Sanktion in Höhe von 120.000 € fest, die nach dem Einspruch der ausführenden Firma jetzt allerdings von der kanarischen Regierung bestätigt wurde.
 


 


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