| Volkszählung
Nach Auswertung der letzten Volkszählung
wurden die Zahlen jetzt veröffentlicht:
Demnach ist die Einwohnerzahl von Fuerteventura in den letzten fünf Jahren um 26.500 gestiegen, was eine fantastische 50%ige Zunahme bedeutet. Die Gesamtbevölkerung auf Fuerteventura zählte Anfang vergangenen Jahres 76.437 Einwohner.
Die Zählung ist vergangenes Jahr vorgenommen worden, um Klarheit über die notwendigen Investitionen in Hinsicht auf
die Infrastruktur zu bekommen.
Energie- und Wasserversorgung, Schulen und Bildungseinrichtungen, Kindergärten, Krankenhäuser, Feuerwehr, aber auch sonstige Sozialeinrichtungen sind dabei Hauptaugenmerk bei der zukünftigen Planung der zu tätigenden Investitionen zu Gunsten der einheimischen Bevölkerung.
Fuerteventura, aufgeteilt in sechs unabhängige Bezirksverwaltungen, kann in all seinen Bezirken einen Zuwachs zwischen 20% und 88% nachweisen.
Die größten Sprünge machten zweifelsohne die Kreise Pájara und Antigua, die auf bestem Wege
sind, ihre Einwohnerzahlen zu verdoppeln.
In Puerto del Rosario, obwohl keine Touristikzone, hat mit dem Zuzug von 4.200 Personen fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung von Fuerteventura ihren Wohnsitz
jetzt in der Hauptstadt.
Die aktuellen Zahlen nach Kommunen:
Puerto del Rosario: +20% 24.600 Einwohner
Pájara: +88% 17.300 Einwohner
La Oliva: +65% 15.200 Einwohner
Tuineje: +35% 11.500 Einwohner
Antigua: +72% 7.000 Einwohner
Betancuria: +25% 800 Einwohner
Tipp für die
nächste Inselrundfahrt
Eines der schönsten rekonstruierten Gebäude auf Fuerteventura, ‘La Casa Rural de los Rugama’ ist nach längerer Bauzeit fertiggestellt und wartet nun auf seine neue Aufgabe. Die Anlage, angesiedelt in ‘Casillas del Ángel’ (auf halben Weg von Puerto del Rosario Richtung Antigua), zählt dreizehn Zimmer, ein Restaurant, Schwimmbecken und Sauna. Mit den Gartenanlagen steht es auf einem Grundstück von annähernd 60.000 Quadratmetern. Die
originalgetreue Restauration des Anwesens hat sich die Inselverwaltung 1.1 Millionen
€ kosten lassen und sucht nun mittels einer öffentlichen Ausschreibung einen geeigneten Verwendungszweck.
La Oliva kommt nicht
aus den Schlagzeilen
Vor 27 Jahren schenkte das Unternehmen Placasa S.A. dem Bezirk La Oliva eine Parzelle mit 27 ha Grundfläche, mit der Auflage, diesen Grund und Boden für den Haus- und Wohnungsbedarf der Anwohner von Corralejo zu verwenden.
Im Dezember des vergangenen Jahres stellte die Nachbarschaftsvereinigung ‘Las Clavellinas’ von Corralejo Strafanzeige gegen den Bürgermeister und zwei seiner Mitarbeiter, wegen
Amtspflichtsverletzung und Fälschung von Preisen bei einer öffentlichen Versteigerung, jenes Grundstück
betreffend.
Rückblick: Am 27. November 1981 akzeptierte die Bezirksratversammlung die Schenkung des erwähnten Grundstücks mit dessen vom Schenker gestellten Auflagen, notariell aufgenommen am 29. Januar 1982. Heute, 20 Jahre danach, ist bislang noch kein einziger Anwohner von Corralejo in den Genuss auch nur eines der geschenkten
Quadratmeter gekommen.
Ganz im Gegenteil, Teile der Parzelle sind inzwischen vom Verwaltungsrat verkauft, bzw. zur Tilgung einer Bankschuld an jene übertragen worden. Laut Aussagen der Beschuldigten habe man “in einer Versammlung des Plenums mit Beteiligung aller Parteien” einstimmig für den Verkauf von 175.000 Quadratmetern dieser Fläche beschlossen, was heute von einigen Parteien bestritten wird. Die Aufforderung des zuständigen Richters, zu ersten Anhörungen vor dem Gericht in Puerto del Rosario vorab geforderte Unterlagen einzureichen, zeugten von nicht viel Kooperation seitens der Verwaltung in La Oliva. Die vom zuständigen Richter gesetzten 15 Tage verstrichen, ohne
dass der richterlichen Anforderung nachgekommen wurde.
Mittlerweile veröffentlichte die Tagespresse eine ganzseitige Stellungnahme des Bürgermeisters von La Oliva, in der er jede Anschuldigung von sich weist und ein politisches Gegenspiel erkannt haben
will. Eiligst verbreitete Ankündigungen vom Bau der Häuser auf jenem Grundstück waren nicht sehr glaubwürdig aufgenommen worden. Laut Aussagen der Nachbarschaftsvereinigung würde der Preis der angekündigten Bauten
den normalen Marktpreisen eines Hauses auf Fuerteventura gleichkommen.
Für Ende Mai ist eine erste Anhörung mit dem beschuldigtem Bürgermeister und seinen Mitarbeitern angesetzt. Ausgang offen.
Radiosender "Aguacabra"
in Erklärungsnöten
Die sozialistische Partei im südlichsten Regierungsbezirk von Fuerteventura, Pájara, hat eine Untersuchung wegen Irregularitäten bei der Gründung der Stiftung ‘Aguacabra’ gefordert.
Im Vorfeld der Kreiswahlen sieht die Parteivertretung wohl eine
Wettbewerbsverzerrung, da die “sektenähnliche Strukturierung” der Besetzung des mit Steuergeldern finanzierten TV-Senders der Stiftung gleichen Namens lediglich Personal aus den Mitgliedsreihen der ‘Coalition Canaria’, der politischen Gegenpartei, beschäftigt. Zudem fragt man über den Verbleib von 600.000
€, die zur Finanzierung der notwendigen Materialien des Fernsehsenders geplant und genehmigt waren, sowie weiterer
rund 150.000 €, die jährlich zu seinem Unterhalt anfallen sollen, obwohl der Stiftung das erste Stockwerk mit allen notwendigen Installationen
der ‘Casa de la Cultura’, dem Kultur-Zentrum in Morro Jable, kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde, und, je nach Notwendigkeit auch über Verwaltungsangestellte verfügen könne.
Hinter vorgehaltener Hand fragte man auch über den Verbleib der Werbeeinnahmen, die eigentlich zur Finanzierung des Projekts gedacht
waren. Und letztendlich wurde moniert, dass, obwohl TV Aguacabra bereits sendet, es noch
nicht gelungen ist, eine vernünftige Sendestruktur zu präsentieren.
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