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Ab 2.
September Streik des Bodenpersonals der IBERIA auf Fuerteventura
Die Streiks des Bodenpersonals der
Fluggesellschaft IBERIA auf Fuerteventura betreffen ca. 150 Flüge pro
Tag und werden so lange nicht
eingestellt, bis nicht die Ausschreibungsdokumente der AENA (staatliche
Flughafen- und Navigationsgesellschaft Spaniens) veröffentlicht werden,
wegen denen Iberia die Lizenz des Handlings verloren hat.
Die Arbeitsniederlegung wurde ausgerufen für
einen Samstag und einen Montag, Tage, an denen die meisten Passagiere
abgefertigt werden.
Die Beschäftigten, die am 22.08.06 mit der
Flughafengesellschaft AENA und Iberia jeweils Gespräche geführt hatten,
machen darauf aufmerksam, dass die Streiks solange nicht beigelegt
werden, bis nicht die Ausschreibungsdokumente veröffentlicht werden, mit
denen die Fluggesellschaft Iberia am 25. Juli die Lizenz für die
Abfertigung verloren hat — für verschiedene Flughäfen des Landes, u.a.
für Fuerteventura und Lanzarote. “Wir werden nicht über die Einsetzung
fremder Rechte verhandeln, wenn nicht vorher die Fristen der
öffentlichen Ausschreibung geklärt sind “, betont der
Betriebsratsprecher Pedro Marín, für den, “es objektiv unmöglich ist,
dass Iberia den Wettbewerb verlieren wird “, da ihr Angebot für
Fuerteventura, “das beste sein wird, was präsentiert werden kann und in
ähnlicher Weise schon auf anderen Flughäfen so der Wettbewerb gewonnen
werden konnte “.
Er beklagt außerdem das Datum, zu dem die
Ausschreibung beschlossen wurde, weil “es blieb kein Spielraum um
Rechtsmittel einzulegen” da der August ein ungünstiger Monat (Urlaubszeit)
ist und am 14. September die neuen Eigner ihre Verträge unterschreiben
müssen, um am 15. September, nur einen Tag später, ihre Verpflichtungen
aufzunehmen.
Streiks werden ausgeweitet
Nachdem Verhandlungen zwischen AENA und
Iberia gescheitert sind, und die Flughafengesellschaft sich immer noch
weigert, Einblick in die Ausschreibungsdokumente zu gewähren, hat jetzt
die Vollversammlung der Arbeitnehmer der Luftfahrtgesellschaft
beschlossen, den Streik auszuweiten auf den 9. bis 15. September.
Diese Form von Streik, der schon in den
ersten zwei Tagen mehr als 300 Arbeitsvorgänge und tausende von
Reisenden betreffen würde, wird bei einer Verlängerung um eine Woche,
den Flughafen in ein Chaos stürzen, so Marín. Deshalb will die
Vollversammlung alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das zu verhindern. Zu
diesem Zweck wird eine Delegation der Belegschaft nach Madrid reisen, um
mit den Sprechern von verschiedenen Parteien zu verhandeln. Die Grünen
haben schon im Vorfeld ihre Unterstützung angekündigt.
Es geht bei den Gesprächen immerhin um 50
direkt betroffene Arbeitsplätze, - die Belegschaft des Bodenpersonals
auf dem Flughafen von Fuerteventura besteht aus 150 Personen - und um
weitere 50, bei denen Arbeitszeit- und rechte gekürzt werden sollen.
Außerdem sind Drittfirmen betroffen, weil 90% der Arbeitsvorgänge an
solche vergeben werden.
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