| Interessante Ausstellung in der Mühle in Antigua
Noch bis Ende August ist in der alten, restaurierten Mühle in Antigua eine Ausstellung unter dem Motto “Mecanolocura” - etwa: Verrücktheiten mit Bauteilen” - zu begutachten.
Die Ausstellung ist vom Kulturministerium der Inselregierung in Zusammenarbeit mit dem Museum Elder organisiert worden. Zu sehen sind Arbeiten in Keramik, die mechanische Teile und Figuren aus Tieren kombinieren.
Sollten Sie einmal strandmüde sein oder einfach Abwechslung suchen, geöffnet ist der Ausstellungssaal der Mühle von 09.30 Uhr bis 17.30 Uhr, ausgenommen samstags und montags.
Reif für die Insel?
— Vergessen sie Ihren Goldesel nicht!
Eine Studie der Universität Las Palmas hat es
ans Licht gebracht: Die kanarischen Inseln gehören zu den teuersten Flecken unserer Erde.
Die Studie vergleicht auf Weltniveau alle Länder unserer Welt, wo immer sie sich auch befinden. Mit einem
Durchschnittsindex von 100 Punkten, der aus der Summe aller Länder errechnet wurde, erreichen die
Kanarischen Inseln eine Punktezahl von 118,8.
Übertroffen werden die Kanaren nur noch von fünf Ländern: Japan (158,48), Island (155,55), Norwegen (129,31), Hong-Kong (122,75) und Israel (119,58).
Ebenfalls noch über dem Weltdurchschnitt liegend, jedoch hinter dem kanarischen Archipel aufgelistet, stehen Dänemark (115,13), England (114,78), Schweden (113,64), die Schweiz (111,83), Taiwan (111,23), Finnland (109,87), Russland (109,10), Argentinien (108,35), Frankreich (107,43), Singapur (105), Korea (104,96), Brasilien (103,25), Italien (102,25), Österreich (101,28), Irland (100,67).
Unter dem Weltdurchschnitt liegt Deutschland mit 99,05 Punkten knapp hinter China (99,11). Das spanische Mutterland liegt noch weiter unten im Ranking mit einem Wert von 95,18.
Gemessen wurden, wie üblich bei solchen Vergleichen, der Kaufpreis der gleichen Ware zum günstigsten gefundenen Preis. In den Warenkorb werden tägliche Ge- und Verbrauchgüter ebenso eingerechnet, wie der Erwerb von Artikeln neuester Technik.
Der Vorteil der Inseln, bezaubernde Inseln zu sein, die alle Welt zum Verbleiben einlädt, ist in Bezug auf die Lebenshaltungskosten ein Nachteil. Ohne produzierendes Gewerbe, muss alles per Wasser- oder Luftfracht angeliefert werden...
Neuer Grundstücks-Ärger in Corralejo
Diesmal betrifft es den Altstadtkern. Eine Gewerbefirma namens ‘Delval Internacional’ versichert, rechtmäßige Eigentümerin
eines Großteils der Innenstadt von Corralejo zu sein.
Zum besseren Verständnis ein kurzer Rückblick
in die Anfänge des 20. Jahrhundert: Die Eigentümerin des besagten Geländes, die Familie Viñoly, verkauft verschiedene Grundstücke an die dort ansässigen Fischer und ihre Familien. Corralejo, fernab jeglicher touristischen Aktivität, der Boden eigentlich ohne besonderen Wert.
Etwas kritisch wird die Lage, als die Familie Viñoly im Jahre 1965
ihren gesamten dortigen Grundbesitz an die Firma Plalafusa SA, eine Immobilienfirma mit Sitz in Puerto del Rosario, und diese wiederum
im Jahr 2001 an die Firma ‘Delval Internacional’, eine Immobilienfirma mit Sitz in
Corralejo veräussert. Durch die Ansiedlungen, das Aufstreben des
Fischerdorfs zu einer Touristenzone, beinhaltet jene verkaufte Parzelle mit der Nummer 951, fast fünfzig Prozent des Altstadtkerns von Corralejo, betroffen sind etwa einhundert einheimische Familien.
Und warum haben die Alt-Eigentümer, die Väter oder
Großväter der heutigen Eigentümer, ihren Besitz nicht eintragen lassen? Dazu gibt es eine einfache Erklärung: Der Spruch “Ein Mann, ein Wort!” galt auch dort in jener Zeit. Verträge per Handschlag waren an der Tagesordnung, des Lesens und Schreibens waren zudem nur wenige mächtig. Und zum Grundbuchamt war es zudem weit: man musste sich bis nach Lanzarote begeben. Kein leichtes Unternehmen in jenen Zeiten, abgesehen von der - aus damaliger Sicht - “verlorenen Zeit!” Die Familie ernähren hatte Vorrang!
Jenes sorglose Unterlassen scheint sich heute jene besagte Firma zunutze machen zu wollen. Die betroffenen Familien
hatten sich mittlerweile zusammengeschlossen und suchten bei der Verwaltung um Unterstützung und Hilfe, die ihnen in einer
außerordentlichen Sitzung am 28. Juli 2001 auch zugesagt wurde. Hoffentlich wurde diese Unterstützung der Verwaltung nicht mit dem Wahlausgang im Mai
2003 ad acta gelegt!
Unverhohlen fordert man, Señor José Manuel Jiménez del Valle,
den Verwalter der Firma ‘Delval Internacional’, offiziell als 'persona non grata' zu
deklarieren und ihn damit geschäftsunfähig zu machen.
Interessant für Gewerbetreibende in Spanien
Selbständig und krank, immer eine schlechte Konstellation. Bislang erhielten jene ab dem 15ten Tag der
Krankschreibung (bei Arbeitsunfällen oder berufsbedingte Krankheiten)
Krankengeld.
Ab dem 01. Januar 2004 ändert sich dieses Gesetz. Beschlossen wurde dies auf einer Versammlung des Staatssekretärs der Sozialversicherung mit dem Präsidenten des Verbandes der Gewerbetreibenden im Juli diesen Jahres.
Demnach wird bei Arbeitsunfällen und berufsbedingten Krankheiten bereits ab dem ersten Tag
der Krankschreibung Krankengeld gezahlt, bei sonstigen, krankheitsbedingten Ausfällen ab dem vierten
Tag nach der ärztlich attestierten Krankmeldung.
Die Berechnungsbasis ist, wie auch bei Angestellten und Arbeitern, 75% des Grundlohns, der sich demnach bei Selbständigen nach ihrem abgeführten Beitrag zur Sozialversicherung berechnet.
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