Aktuelle Fuerteventura Nachrichten 14. Woche 2007

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Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten
(zusammengestellt am 24.03.2007)

Der Guanche kehrt vorerst nicht in seine Heimat zurück

Im Museum 'Antropolíco de Madrid', dem Anthropologischen Museum in der spanischen Hauptstadt, ruht die Mumie eines Guanchen, der wohl vorerst nicht auf die Kanaren zurückkehrt — erst recht nicht nach Fuerteventura, da es hier selbst an den minimalsten Installationen zur sach- und fachgerechten Unterbringung des äußerst fragilen Skeletts fehlen würde.

Die spanische Kulturministerin Carmen Calvo hat auf eine offizielle Anfrage des Senators im kanarischen Parlament, Ricardo Melchior, in einer Sitzung des Senats heute morgen so geantwortet: Die Regierung hätte “die Rückgabe der Guanchen-Mumie an die Kanaren nicht in ihren Plänen”, obwohl in den Vorwochen gemunkelt wurde, die Mumie dieses kanarischen Ureinwohners könnte in absehbarer Zeit an das Archäologische Museum auf Teneriffa übergeben werden.

Begründet wurde von der Ministerin, jenes 'außergewöhnliche Stück' ist ein fundamentales Unikum des Nationalen Anthropologischen Museums und repräsentiert ein “allgemeines Gemeingut des Staates” und somit auch der Kanaren – aber halt im fernen Madrid.

Die kanarische Regierung wird sich wohl mit der Erklärung der spanischen Kulturministerin nicht zufrieden geben. Immerhin war in einer Abstimmung des Senats vor neun Monaten über die Rückführung der Mumie und die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen positiv entschieden worden.

Hier scheint noch nicht das letzte Wort gesprochen worden zu sein. Fortsetzung folgt....


Unser Foto zeigt nicht die Mumie im Anthropologischen Museum in Madrid, sondern Fragmente
eines anderen Funds auf Fuerteventura, ausgestellt im 'Centro de Artesanía de
Antigua' in der gleichnamigen Gemeinde.

 

Die Kampagne 'Fuerteventura, queremos ponerte bonita!' geht weiter

Das heimische Umweltministerium, in Zusammenarbeit mit der kanarischen Regierung, den Gemeindeverwaltungen und lokalen Organisationenen und Privatinitiativen, räumt die Insel auf.

Gemeint ist die Beseitigung von Müll aller Art – Autowracks, ausgediente Waschmaschinen, Matratzen und sonstige Sperrgüter, Restmülltüten und Unrat jeglicher Herkunft, der achtlos überall dorthin geworfen oder vom Winde verweht wurde, wo er nun mal nicht hingehört!

In Tonnen und Kubikmetern gemessen wird der wöchentliche Erfolg, bei dem in der vergangenen Woche das Volumen von 45 Kubikmetern in der Küstenzone Jacomar, südlich von Pozo Negro 'aufgeräumt' wurde. Die Unzugänglichkeit der Küstenregion erschwerte den Abtransport der Tonnenladung, die schließlich mit mehreren Fischerbooten über den Seeweg an die nächstmögliche Zufahrt gebracht und auf Lastwagen zum Abtransport verladen wurde.

Weiter geht es diese Woche in 'Las Casas de Jorós' (auf halbem Weg von Morro Jable an die äußerste Südspitze Fuerteventuras), dann in Los Alares und dem großen Tal 'Gran Valle' im nördlichen Teil der Insel.

Die Ausstellung im "Centro Comercial Las Rotondas" mit 'artistischen Kunstwerken' aus aufgefundenem Müll soll die Bevölkerung und auch die Besucher der Insel für dieses Thema sensibilisieren, die Entsorgung ausgedienter Güter umweltgerecht vorzunehmen.
Batterien, Getränkedosen, Plastiktüten, Autoreifen, ausgediente Waschmaschinen und sonstige Haushalts- oder Elektrogeräte, Baumaterialien – die Liste könnte endlos weiter geschrieben werden! Es gibt fast nichts, was nicht aufgesammelt wurde.


...eines der aufgelesenen “Schmuckstücke” in unserer Natur...

 

Restaurierter DODGE, Kennzeichen: GC-5553

Baujahr: Ende der 20er, Anfang der 30er im letzten Jahrhundert. Übergesiedelt auf Fuerteventura in den 50ern. Eingeführt über den (damaligen) Abladehafen bei Matas Blancas, Costa Calma – zerlegt und mit Eseln und Kamelen über die Bergstrasse nach Cofete verbracht. Letzter Fahrzeughalter: Gustav Winter.

Wer in den letzten Jahren der Villa Winter einen Besuch abgestattet hatte, kann sich bestimmt noch an den verrottenden Laster, der in der dortigen Remise stand und einsam vor sich hinrostete, erinnern. Die Einwohner von Cofete hatten schließlich Mitleid und 'vermachten' den ausgedienten LKW der Inselregierung, die eine sehr detailgetreue Restaurierung des antiken Lastwagens in
Auftrag gaben.

Für die ältesten Bürger Cofetes und Morro Jables beinhaltet der Dodge-Laster viele Erinnerungen an die damalige Zeit, war jener in dieser Zeit doch das wichtigste Transportmittel für Lebensmittel, Baumaterialien, etc. in den wüstenhaften Süden.

Der Laster ging als 'Allgemeines Kulturgut' in Bürgereigentum über und Mario Cabrero, Präsident des Cabildo Insular, ist schon dabei, die 'angemessene Unterkunft' für die Zukunft zu planen (aller Voraussicht nach in Jandía!), wo dann interessierte Besucher jenem Zeitzeugen in die “Augen” sehen und seine Geschichte nacherleben können...

Mehr über die Legenden um Gustav Winter und seine geheimnisumhüllte 'Villa Winter' am westlichen Bergrücken des 'Pico de la Zarza' kann in unserem aktuellen Fuerte Fan Magazin nachgelesen werden – die komplette Reportage!

 

Zum Schluss ein Foto ohne Kommentar!


Das Schild steht vor der angefangenen, aber jetzt endgültig mit Baustopp belegten
touristischen Großanlage zwischen Majanicho und El Cotillo
Zur Vergrößerung einfach das Bild anklicken!

 

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