| "Time-Sharing"
kommt wieder in den Verruf
Die erste neue Welle einer größeren
Betrugsserie unter dem Deckmantel des Urlaubs im ‘zeitlich geteilten’,
eigenen Domizil auf einer der kanarischen Inseln scheint diesmal aus
Italien zu kommen.
Der italienische Generalkonsul, mit Sitz
in Madrid, hat an die ‘Consejería de Turismo’, die kanarische
Tourismusbehörde, ein Rundschreiben übersandt.
Wie es scheint, hat sich eine dubiose
Immobilienfirma, mit Sitz in der Kommune ‘Guía de Isora’ auf Teneriffa,
die diesjährige Promotionkampagne in Italien, organisiert von der
kanarischen Regierung und verschiedenen italienischen
Reiseveranstaltern, ausgenutzt, um ihre eigenen Pläne mit den
unbedachten Urlaubern zu verwirklichen.
Der bislang entstandene Schaden soll sich
inzwischen in der Größenordnung von über zwei Millionen Euro bewegen und
weiterhin ausweiten. Der italienische Konsul erhält wöchentlich etwa ein
Dutzend Anrufe und Anzeigen über die scheinbar nicht existierende Firma,
die wohl auf Teneriffa zu firmieren scheint, aber unter einer Adresse
und Telefonnummer auf Gran Canaria agiert, zudem unter einer fiktiven
Adresse.
Als derzeit betroffene Gegenden sind
Appartementanlagen im Süden von Teneriffa, im Süden von Lanzarote und im
Norden von Fuerteventura bekannt geworden. Für deren Finanzierung
forderte jene Firma An- und Einzahlungen auf ein Konto, die den
Betroffenen Löcher von 1.500 bis 19.000 Euro in die Geldbörse rissen.
Ein neues ‘Schmuckstück’ an
der Costa Calma
Vom Norden her Richtung Costa Calma
fahrend, ist es schon von weitem zu erkennen anhand seiner eigenwilligen
Konstruktion. Manch einer hat sich während der Bauzeit wohl gefragt, ob
in dem Urlaubszentrum von Cañada del Río denn eine Kathedrale entstehen
würde, — nein es ist das neue Hotel ‘Río Calma’.
Am äußersten nördlichen Rand der Costa
Calma gelegen und mit einem herrlichen Ausblick über die gesamte Bucht
und die langen Sandstrände von Sotavento, hat es eine ideale Lage. Seine
erhöhte Ansiedlung macht es den Hotelgästen leicht, einen oder mehrere
der beinahe allabendlichen, atemberaubenden Sonnenuntergänge zu
betrachten, ohne sich bis an die Westküste begeben zu müssen.
Ein Hotel mit 219 Doppel- und 128
Einzelzimmern, 16 Junior- und 16 Suites. Fünf der Unterkünfte sind
außerdem an die Notwendigkeiten von Behinderten angepasst.
Mit zwei Restaurants und fünf Bars ist
für das leibliche Wohl der Hausgäste gesorgt. Zum körperlichen
Wohlbefinden können Installationen wie die Biosauna, ein türkisches
Dampfbad und die drei Swimmingpools — von denen einer klimatisiert ist
und zwei davon Meerwasserpools sind — benutzt werden. Auch an einen
speziell für Kleinkinder konzipierten ‘Plantschpool’ wurde gedacht.
Gegen die Trägheit im Urlaub verlocken der Fitnessraum, Tennis- und
Squashplätze, ein Sport- und ein Minigolfplatz.
Konferenzen an der Costa Calma? Auch
kein Problem. Vier Konferenzsäle stehen für allerlei Veranstaltungen zur
Verfügung, und auch eine Showbühne, Aufenthaltsräume und eine
Internetecke wurden nicht vergessen.
Die Familie Rodríguez Ramírez, unter dem
Firmennamen R2 Hotels, setzt mit der Eröffnung seines ersten (in eigener
Regie betriebenen) Hotels auf die Nachfrage nach Service,
Annehmlichkeiten und Komfort.
Das zweite Hotel der neuen Kette entsteht
gerade neben dem H10 Playa Esmeralda, am anderen Ende der Costa Calma.
Seitens unserer Redaktion die allerbesten
Glückwünsche zum verwirklichten Traum der Brüder Rodríguez.
Gran Tarajal im Wandel
Die Straßenbauarbeiten gehen langsam
voran, und die Neugestaltung der Einfallstrasse nach Gran Tarajal nimmt
ebenso langsam Form an.
Dies ist die zweite größere
Umstrukturierung der Hauptstraße, die den Ort Gran Tarajal so nach und
nach auch für den Tourismus anziehend macht.
Bis zum Jahre 1970 war die Dorfstrasse
lediglich eine festgefahrene Erd- und Schotterpiste, bis eben in jenem
Jahr das erste schwere Gerät zum Asphaltieren der wichtigsten Straßen
angefahren wurden.
Damals noch ein echtes Spektakel — sogar
die Kinder bekamen schulfrei —, werden die Arbeiten heutzutage von der
Bevölkerung eher als ‘lästig’ eingestuft. Nur die Kinder sehen noch, wie
in den 70ern, den Baggern, Radladern und Planierraupen bei den Arbeiten
zu...
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