Unantastbarkeit der Naturschutzgebiete gesichert?
Das Kultur- und Ökologie-Kollektiv 'Agonane', eine
Untergruppe in der Ökologie-Bewegung 'Ben Magec', hat angekündigt, sich
um jeden Preis für die Er- und Einhaltung der Gesetze zum Schutz der
Dünenlandschaft vor Corralejo einzusetzen.
So hat man die stille Vorgehensweise des
Generaldirektors des Ministeriums ‘Costas’ (Küsten), die Vergabe einer
30-jährigen Lizenz zur Bebauung und Bewirtschaftung eines neben den dort
angesiedelten RIU-Hotels gelegenen, 60.000 qm großen Grundstücks scharf
kritisiert, eine Eingabe an das zuständige Ministerium gesandt und eine
Stellungnahme von dessen Seite gefordert.
Die 30-jährige Bewirtschaftungs-Lizenz enthält zudem
noch eine Option auf weitere 30 Jahre, außerdem ist sie frei von
jeglicher Zahlung in die Staatskasse.
Man kritisiert nicht nur die Lizenzvergabe, sondern
auch die Wahl der lizenznehmenden Firma ‘Geafón Número Uno de Lanzarote,
S.A.’, die bereits mehrere Male wegen Nichteinhaltung diesbezüglicher
Gesetze aufgefallen war.
Nach einem Ersuchen von 'Agonane' zum Einblick ins
Grundbuchregister stellte man fest, dass die dortige Parzelle — außer
ihrer Eingliederung ins Naturschutzgebiet mit Datum vom 22. Mai 1992 und
Inkrafttreten des Gesetzes im darauf folgenden Jahr — zudem nur
offizielle 45.000 qm umfasst. Seltsam sei, dass die Grundstücksgrenzen
nicht eingezeichnet oder angegeben sind, so war vom Sprecher der
Ökologie-Bewegung zu hören. Sollten da nicht klammheimlich wieder einmal
Fakten geschaffen werden, die im Nachhinein nicht rückgängig gemacht
werden können? (siehe El Cotillo!)
Auf die Anfrage an das betroffene Ministerium wegen
einer Veröffentlichung der Entscheidung über die Nutzung jenes
Grundstücks, so wie es die Gesetze fordern, bekam man die lapidare
Antwort, man habe die Resolution nicht veröffentlicht und werde sie auch
nicht veröffentlichen — ohne weitere Angabe von Gründen.
Sollte wirklich ein zweites ‘El Cotillo’ folgen?
Unmut über die Abholzung der
Lorbeerbäume in Gran Tarajal
Im Zuge der Reform des Erscheinungsbildes von Gran
Tarajal, nicht nur in der Einfallstrasse, sondern eben auch im
Stadtzentrum um die Kirche, haben sich am Freitagabend gut Hundert
Bürger dieses Städtchens am Kirchplatz versammelt, um so ihrem Unmut
über das Abholzen der Lorbeerbäume Luft zu machen.
Die von der Verwaltung geplante Reform sieht an Stelle
der seit vielen Jahren Schatten spendenden Lorbeerbäume die Pflanzung
von kanarischen Palmen vor. Aufgeweckt von einem durch die Strassen
passierenden Wagen mit Megaphon, über das man lautstark die Präsenz der
Kontrahenten dieses Plans zur Versammlung auf dem Kirchplatz
einforderte, waren auch die (inzwischen abgelöste) Bürgermeisterin und
mehrere Abgeordnete zu sehen.
“Die Palmen in den Palmhain - und nicht auf Gran
Tarajals Strassen!”, so lautete das Motto. Bleibt abzuwarten, ob dem
Gehör geschenkt wird...
‘Häusle-Käufer’ aufgepasst! —
‘Big Brother is watching You!’
Wer kann sich noch an die Umstellung der Währung
und die damit verbundene Steuerinspektion auf den Kanaren erinnern? Die
damals 'eingesäckelten' Steuermillionen scheinen der Steuerbehörde
Auftrieb gegeben zu haben, diesen Akt zu wiederholen, hat man in der
vergangenen Periode doch Steuerausstände von über 90.000.000,00 €uro
nachfordern können.
Schon sind die ersten Steuerfahnder wieder unterwegs,
Immobilienbüros mit Angeboten von Luxus-Objekten zu überprüfen.
Vorgesehen ist diesmal, die Käufer von Objekten, die den Kaufwert von
etwa 360.000,00 €uro erreichen oder überschreiten, unter die Lupe zu
nehmen oder, genauer gesagt, zu überprüfen, wo das Geld dafür denn wohl
her stammt.
Auch soll dem Betrug mit Immobilien und dem
Weißwaschen von Schwarzgeldern ein Ende bereitet werden. So werden
Grundbucheintragungen mit dem tatsächlichem Marktwert und dem
geforderten Kaufpreis verglichen, um so überhöhten Preisen - die
Differenz wäre das ‘geweisste’ Geld - auf die Spur zu kommen.
Auch verschiedene Subventionen (wie aus dem Fond für
Geschäftsinvestitionen RIC) werden wohl zurückverlangt werden können,
die zum Bau von Büros oder Geschäftshäusern gegeben worden sind und
deren Installationen im Endeffekt als normale Wohnungen dienen.
Die Bauarbeiten im und um das
‘Hospital General de Fuerteventura’ haben begonnen
Die lang geplante und viel diskutierte Erweiterung
des Krankenhauses auf Fuerteventura hat begonnen. Im Zuge der
Erweiterungsarbeiten sind verschiedene Umleitungsmaßnahmen erforderlich
geworden, um den weiteren Betriebsablauf während der Umbauarbeiten
sicherstellen zu können.
Außer der Sperrung der Zugangsstrassen auf dem Gelände
— eine Umleitung ist ausgeschildert — ist dem nun auch der Parkplatz zum
Opfer gefallen. Der Parkplatzmangel hat inzwischen beängstigende Ausmaße
angenommen. Dem Polizeibeamten zur Überwachung des dortigen Verkehrs ist
unbedingt Folge zu leisten, da die Zufahrtswege für die
Rettungsfahrzeuge freigehalten werden müssen.
Sollten Sie derzeit einen Arzt benötigen, jedoch einen
Krankenhausbesuch vermeiden können, suchen Sie besser eine der
zahlreichen privaten Krankenstationen auf, die Sie in jedem
Touristenzentrum vor Ort finden können.
Europa-Promotion
Haben Sie ihn schon in Ihrer Heimatstadt gesehen?
Fuerteventura hat einen Promotion-Bus auf die Reise geschickt, um Europa
heimzusuchen.
Der Bus ist an den Seiten mit großflächigen Bildern
der schönsten Strände Fuerteventuras dekoriert, der Golfplatz in Costa
Caleta (Caleta de Fustes) ziert eine andere Seite, und auch der ‘turismo rural’, die
Inland- Ferienhäuser, kommen nicht zu kurz.
Der Bus startete seine Eroberungsreise Richtung
spanisches Festland, weiter über Frankreich, Deutschland, Belgien, die
Niederlande, England, usw... Die Tour soll bis Ende Juli gehen, und bei
den wichtigsten Ereignissen auf dem Tourismus-Sektor und bei
Touristik-Messen wird er zu sehen sein.
Bevölkerungszuwachs auf Fuerte
Fuerteventura ist der Rekordhalter von ganz Spanien,
was den Zuwachs an Einwohnern im vergangenen Jahr betrifft. Mit 7,5%
oder einem plus von 5.221 neuen Wahl- oder echten ‘Majoreros’ stieg die
Bevölkerungszahl auf ‘unserer’ Insel auf 74.983.
Aufgeteilt auf die Kommunen heißt das:
Puerto del Rosario: +3.441
La Oliva: +1.016
Betancuria: +56
Antigua: +44
Tuineje: +245
Pájara: +419
Den meisten Zuwachs erhielt die Inselhauptstadt Puerto del Rosario, in
die jeden Monat des vergangenen Jahres etwa 200 Familien ihren Wohnsitz
verlegten, und die durch ihre Vielfältigkeit an Nationalitäten den
Status einer kosmopolitischen Stadt erreicht hat.
Unter den Einwohnern befinden sich an Nationalitäten:
Kolumbianer: 1283
Argentinier: 458
Marokkaner: 351
Ecuadorianer: 210
Kubaner: 148
Italiener: 278
Chinesen: 62
Briten: 138
Portugiesen: 187
Deutsche: 89
Bulgaren: 62
Senegalesen: 43
Rumänen: 16
Interessant ist der Zuwachs und die Aufteilung des Ausländeranteils auf
der Insel (zu dem auch wir Deutsche gehören):
Gesamtzuwachs: 1.920, davon:
- Europa EU-Staaten, gesamt: 774, davon:
aus Deutschland: 327
aus Großbritannien: 203
aus Italien: 100
- restliches Europa: 83
- Afrika, gesamt: 272, davon:
aus Marokko: 210
- (Latein-)Amerika, gesamt: 710, davon:
aus Argentinien: 286
aus Kolumbien: 237
- Asien, gesamt: 80
- Ozeanien: 1 Person.
Quelle: Einwohnerstatistik Ende 2003.
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