Jagdverbot für die 'lapa'
Nach
dem erst vor kurzem in Kraft getretenen Verbot des Einsammelns von
Miesmuscheln (wir berichteten),
wurde dieses Gesetz auch auf die 'lapa' (Napfschnecke) ausgeweitet.
Die einheimische
Spezies der Napfschnecke ist vor allem an der felsigeren Westküste und
in den kleinen Buchten im Süden der Insel anzutreffen. Und genau da
liegt der Hase im Pfeffer: Durch die schwer zu kontrollierende Ausbeute
der Delikatesse hat ihr Bestand in den letzten Jahren rasant abgenommen.
Obwohl die 'lapa majorera' sich an den Fels ansaugt und mit bloßen
Händen oder Taschenmesser das Ablösen nicht gelingt, gibt es passende
Instrumente, um doch an den ersehnten Leckerbissen zu gelangen, wie
scheinbar zu viele inzwischen wissen.
Vom Ministerium für
Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei ist deshalb ein Gesetz zum
Verbots des Einsammelns der 'lapa' für einen Zeitraum von — vorerst —
zwei Jahren in Kraft getreten, gültig seit 14. August diesen Jahres.
Dieses Gesetz gilt auf dem gesamten Territorium der Insel Fuerteventura.
Die Zuwiderhandlung kann, wie im Fall der Miesmuschel, empfindliche
Strafen nach sich ziehen.
Auch hier bittet man
um die Einsicht und vor allem die Unterstützung der Bevölkerung. Die
speziell dafür eingerichtete direkte Telefonleitung mit der Nummer 064
soll die schnelle Meldung im Fall der Fälle ermöglichen.
Die Hotelkette Sol Meliá
unterstützt UNICEF
In
allen Hotels der spanischen Hotelkette werden während des andauernden
Sommers Kunstwerke, von Kinderhand gemalt, versteigert; der Erlös kommt
Projekten der UNICEF zugute.
Wie Mitte August aus Direktionskreisen der Hotelkette verlautete, können
alle Gäste, die in den Hotels Sol Meliá auf Mallorca, Ibiza,
Fuerteventura, Teneriffa, Málaga, Benidorm und Cádiz urlauben, an den
Versteigerungen teilnehmen. Der Erlös aus diesem Event kommt dem
Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF zur Realisierung von
Projekten für Bildungsmaßnahmen zugute. So können die in den Hotels
untergebrachten Kinder an Workgroups teilnehmen, in denen die Kunstwerke
kreiert werden. Einmal während jeder Woche findet eine Versteigerung
statt, in der dann um jene Kunstwerke gefeilscht werden kann.
Die teilnehmenden Hotels sind 'Sol Antillas Barbados', 'Sol Mastines
Chihuahuas-Balmoral', 'Sol Guadalupe' und 'Sol Mirlos Toros' (alle auf
Mallorca), 'Sol Falcó' und 'Sol Milanos Pingüinos (auf Menorca), 'Sol
S'argamassa' (Ibiza), 'Sol Gorriones' (Fuerteventura), 'Sol
Tenerife' und 'Sol Princesa Dácil' (beide auf Teneriffa), 'Sol Príncipe
Principito' und 'Sol Timor' (beide in Málaga), 'Meliá Benidorm' und 'Sol
Pelícanos Ocas' (beide Benidorm) und 'Meliá Atlanterra' in Cádiz.
Diese Initiative ist nicht die einzige, die jene Hotelkette mit
internationalem Prestige in Zusammenarbeit mit der UNICEF ausarbeitet.
Bereits im September und mit der Beteiligung von etwa 220 Hotels in
sechs Ländern (Spanien, England, Brasilien, Mexiko, Dominikanische
Republik und Indonesien) startet eine weitere Kampagne unter dem Motto 'Mes
Solidario' (solidarischer Monat). Das Objektiv dieser neuen Kampagne ist
das Vorstellen der Arbeit jener Abteilung der UNO und konkret die
Schulbildung der Kinder in Dritte-Welt-Ländern.
Im Kajak rund um die Insel
Die
“VI. Vuelta a la Isla de Fuerteventura en Kayak” ist fast startbereit.
Die sechste Ausgabe des Events findet vom 4. bis zum 11. September auf
Fuerte statt.
Wie auch schon in den
Vorjahren ist die Einschreibung offen für alle, die diesem Spektakel
beiwohnen und aktiv mitmachen wollen. (Leider endete die
Einschreibung schon am 20. August. Vormerken für nächstes Jahr!)
Einzige Vorraussetzungen sind: Der Teilnehmer muss volljährig und
Mitglied in einem offiziellem Wassersportclub sein, sowie das
entsprechende Kajak im Reisegepäck haben.
Die Tour startet am
Samstag, 4. September, im Sporthafen (Wassersportschule) von Puerto del
Rosario gegen 10.30 Uhr. Die erste Etappe wird in Corralejo enden.
Weiter geht es rund um die Insel entgegen dem Uhrzeigersinn: Los
Molinos, Playas Negras, El Puertito, Risco del Paso, Gran Tarajal, Pozo
Negro, und das Finale wird wieder Puerto del Rosario sein.
Ein technisches Team
wird der ständige Begleiter der Kajak-Fahrer sein. Vor dem Start wird
die Resistenz der Kajaks überprüft werden, die sowohl das Salzwasser als
auch den Wellengang aushalten müssen.
Wenig Hoffnung
für einen verschollenen Windsurfer
Für
den an der Costa Calma verschollenen Steve Dewey bleibt wenig Hoffnung
auf einen glücklichen Ausgang der Odyssee.
Geschehen war dies
bereits am 3. August, kurz nach Ende der Surfweltmeisterschaften 2004.
Ein Windsurfer war wohl vom starken Wind abgetrieben worden und gilt
seitdem als verschollen.
Der 50jährige
Sportler, ein gebürtiger US-Amerikaner, wurde das letzte Mal gegen 13.00
Uhr Ortszeit am Strand gesehen. Nach dem Bemerken des Verschwindens
wurde sein Hotelzimmer überprüft, und als man seine Papiere verlassen am
Strand fand, alarmierte man gegen 16.30 h den Zivilschutz und die
Wasserwacht.
Alle, die eventuell
etwas über den Verbleib oder das Geschehene aussagen können unter der Telefonnummer 0041 - 61 272 01 32 direkt mit
einem Familienangehörigen in Verbindung treten.
Es wäre nicht das
erste Mal, dass ein tot Geglaubter wieder auftaucht, obwohl seitens
amtlicher Stellen aufgrund der inzwischen verstrichenen Zeit von über
drei Wochen wenig Hoffnung gemacht wird.
XI. Ausgabe
der OPEN der Hochseefischerei
Gran
Tarajal wird vom 8. bis zum 11. September im Mittelpunkt der
Aufmerksamkeit auf der Insel stehen: Einhundert Jachten mit Crews, die
annähernd 600 Mann ausmachen, präsentierten sich zur Teilnahme der
elften Ausgabe der 'Open Internacional de Pesca de Altura 2004', der
Internationalen Open der Hochseefischerei 2004.
Kurz nach Eröffnung
der Einschreibung in die Teilnehmerlisten am 2. August war das Limit der
Teilnehmer von 100 erreicht, die vom Veranstalter festgelegte
Höchstzahl. Auch die Wartelisten sind lang, für den Fall, dass ein
Kapitän seine Zusage zurückzieht.
Die meisten
Teilnehmer kommen, wie auch die Jahre zuvor, aus Fuerteventura (44),
gefolgt von Lanzarote (28) und Gran Canaria (24); zwei Teilnehmer haben
ihren Heimathafen in Teneriffa und weitere zwei fahren unter
ausländischer Flagge.
Das
Tourismus-Patronat von Fuerteventura beschloss auf einer im vergangenen
Monat abgehaltenen Sitzung einstimmig, die Veranstaltung für die 'Premios
Importantes del Turismo' (eine besondere Prämie für regelmäßige, für den
Tourismus werbende Veranstaltungen, wie es z.B. auch die
Surfweltmeisterschaften sind) vorzuschlagen, die von der kanarischen
Regierung verliehen werden.
Für Freunde von
Hochseejachten — nicht nur der Fischerei wegen — ist es allemal lohnend,
dem Hafen von Gran Tarajal einen Besuch abzustatten.
Was ist los im
Hotel 'Costa Real' in La Pared?
Das
Hotel ist mitten in der Hochsaison geschlossen, und das Personal hat das
Hotel 'besetzt'; aufgehängte Spruchbänder (in Spanisch) am
Eingang lassen es vermuten: Streik! Aber WAS ist passiert?
Rückblick. Das Hotel
'Costa Real' an der Westküste von Fuerteventura öffnete seine Pforten
vor etwa 14 Jahren; das damalige Management setzte auf das Betreiben der
Anlage als Club-Hotel und lag damit genau richtig. Die relativ kleine
Anlage ist mit einer Belegung von etwas über 200 Gästen 'komplett'.
Der Club sprach vor
allem jüngere Urlauber an und hatte mit seinem familiärem Touch, seinem
Ambiente und dem guten Personal einen enormen Klientelkreis geformt, der
regelmäßig mehrere Male im Jahr hier urlaubte. Die damalige Club-Chefin,
eine Italienerin mit langjähriger Erfahrung in den Robinson-Club-Hotels,
hatte ein Team zusammen-geschweißt, das seinesgleichen zu finden schwer
sein wird.
Vor einiger Zeit
beschloss der Eigentümer, ein deutscher Unternehmer aus dem Ruhrgebiet,
die Anlage komplett an ein Unternehmen aus dem Hotelsektor zu
verpachten, die Firma Mijadas SL. Die Führungsspitze wurde
ausgewechselt, was nichts Ungewöhnliches bei diesen Transaktionen ist.
Aber scheinbar hatte der neue Pächter eine weniger glückliche Hand beim
Betreiben der Anlage.
Im Juli diesen Jahres
reichte man den Konkursantrag beim Gericht in Puerto del Rosario ein.
Inzwischen war man bei der Gehälterzahlung mit drei Monaten im Verzug,
obwohl das Hotel in diesem Moment eine Belegungsquote von 90% vorweisen
konnte. Schlechter Zeitpunkt für die Angestellten, die weiterhin auf
ihre Gehälter warten müssen, da aufgrund der Ferienzeit in Spanien auch
an den Gerichten die Sommerpause eingetreten war.
Nach mehreren
Unterredungen mit Gewerkschaftsvertretern, dem Präsidenten der
Inselregierung und dem Bürgermeister der Gemeinde Pájara war die
'Besetzung' des Hotels angesagt. Die Verwaltungen stellten einstweilen
die Verpflegung der 42 Angestellten, einige mit kompletter Familie,
sicher. Die 'Besetzer' verpflichteten sich unterdessen, nach einer
Unterredung mit dem Eigentümer Hubert Brock, das Hotel 'in Schuss' zu
halten. Man wird weiterhin die Arbeitszeiten erfüllen, um so nicht die
Entschädigungsansprüche zu verlieren.
Auf den aufgehängten
Spruchbändern ist zu lesen: “Familien ohne Bezahlung, ohne Rechte, ohne
Essen! Hotel Costa Real pleite!”
Von der
Betreiberfirma selbst kam wenig zur Unterstützung der Angestellten
rüber; man ließ sich noch nicht einmal sehen seit dem Konkursantrag.
Kann man nur für alle Arbeiter des Hotels hoffen, dass mit dem Ende der
Urlaubszeit die Gerichte schnell über eine Zusage des Konkursantrags
entscheiden, um das Überleben der im Regen stehen gelassenen Belegschaft
zu sichern.
Wird RIU den
Betrieb seiner Hotels in den Dünen um Corralejo bald "in den Sand
schreiben" müssen?
Wie in
der Reportage “Zwischen allen Stühlen..” der aktuellen Ausgabe unseres
Fuerte Fan Magazins näher erklärt, könnte die Hotelkette RIU schon bald
mit einer Annullierung der Lizenzen zum Betrieb der Hotels RIU Oliva
Beach und RIU Tres Islas in Corralejo rechnen.
Vorangegangen war ein
Antrag der Direktion auf Renovierung des RIU Oliva Beach und eine nicht
nur kleine Erweiterung der dortigen Installationen.
Aufgrund der
derzeitigen Gesetzeslage und der damit verbundenen Ablehnung durch das
nördliche Konsistorium versuchte man mit Hilfe des Personals und
Falschinformationen 'Druck' auf die politische Führung in La Oliva
auszuüben. Jene Aktion scheint sich als Bumerang herauszustellen.
Hellhörig geworden
sind verschiedene Umweltschutzorganisationen, darunter Agonane und
Greenpeace. Man reichte bei den zuständigen Behörden einen Antrag auf
Annullierung der Lizenzen für das gesamte Terrain im Naturpark von
Corralejo ein, da scheinbar bei der Lizenzvergabe einige
"Unregelmäßigkeiten" aufgetreten waren.
Sollte dem
stattgegeben werden, sind die Tage für die Hotels in den Dünen von
Corralejo
wohl gezählt. Viele — und nicht nur Einheimische — kämpfen schon lange
um die Wiedereingliederung dieser fast 60.000 qm in den Naturpark und
die Wiederherstellung des Geländes in seinen Naturzustand.
Zurück zur Übersicht
|