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Qualitätsmedaillen für vier
Hotels auf Fuerteventura
Hoch in der Gunst der Gästeschar, die Fuerteventura als Urlaubsziel
ausgewählt hatten, stehen vier Prestige-Objekte verschiedener
Hotelketten auf unserer Sonneninsel.
Ausgewählt von den
Gästen des größten europäischen Reiseveranstalters TUI, reihen sich jene
Hotels in die Liste der 100 besten Ferienhotels der Welt ein.
Ausschlaggebend für
die Nominierung war bei der konzerninternen Umfrage der hohe
Qualitätsstandard und der erstklassige Service der nachstehenden Hotels:
das 'Atlántis Palace' in Corralejo, das 'Costa Calma Palace' der Gruppe
Sunrise Beach Hotels im gleichnamigen Ort, das Hotel 'Faro de Jandía' im
Süden, sowie das RÍU 'Palace', direkt am Strand vor Morro Jable gelegen.
Volker Böttcher,
Präsident im TUI-Konzern, liess es sich bei der Preisverleihung nicht
nehmen, die ''gästeorientierte Führung'' der prämierten Hotels
hervorzuheben, und auf die nachahmenswerte Mentalität der ''Boten eines
erstklassigen Services'' hinzuweisen.
Turismo Rural - Ferien auf dem
Lande...
Richtig heißen müsste es allerdings: Ferien im Landesinneren. Das
Angebot jener kleinen, privat betriebenen Unterkünfte ist bislang
weniger bekannt als das der großen Hotelanlagen an den sandigen Stränden
von Fuerteventura.
Die Anbieter
verstehen sich als Alternative zu den Bettenkolossen, in landschaftlich
reizvoller Umgebung in den Bergen, mit klar differenzierten
Freizeitangeboten. Die meist kleineren Hotelbetriebe sind allesamt
detailgetreu restaurierte Gehöfte oder Gutsanlagen, die in der
Ausstattung ihren größeren Brüdern in den Touristikzonen in nichts
nachstehen.
Individualurlaub wird
hier groß geschrieben, wirkliches Entspannen ist gesichert.
Vorsicht: Nicht für Nachtschwärmer und Fiesta-Suchende zu empfehlen!
Auskunft können
Interessierte beim 'Cabildo de Fuerteventura' erhalten, oder auf
folgenden Websites:
www.fuerteventuraturismo.com (dort auf den Link: Fuerteventura rural);
www.ecoturismocanarias.com
(dort auf Fuerteventura);
www.toprural.com (weiter auf
Fuerteventura).
Anm.: Alle Seiten sind in spanischer Sprache, allerdings mit einer
einfachen Menüführung, die auch Nicht-Spanisch-Sprechenden gerecht wird.
Ende Oktober fand auf
Fuerteventura der III. Kongress des Ländlichen Tourismus statt.
Vorgesehen war eine Neuorganisierung und die Eingliederung neuer
Mitglieder in das Forum, das sich mit seinem Angebot ein Stückchen von
der Tourismus-Torte abschneiden will. Man sieht sich nicht als
Konkurrenz zu den großen Hotelanlagen an den kilometerlangen
Sandstränden, sondern vielmehr als Alternative oder Abwechslung zu dem
eintönigen Sand-Sonne-Meer-Urlaub vom Gros der Urlaubs- und
Erholungssuchenden.
Residente Führerscheininhaber:
Aufgepasst!
Wer
schon längere Zeit auf Fuerte (oder in Spanien überhaupt) sesshaft ist,
dem ist bestimmt auch schon folgendes passiert: Verkehrskontrolle. Der
Beamte verlangt die Papiere, worauf ihm - unter anderem - die Residencia
ausgehändigt wird.
Beim Führerschein
angekommen, macht der kontrollierende Beamte darauf aufmerksam, dass
jener gegen seine spanische Ausgabe umgetauscht werden müsste, da man
hier ansässig sei. Laut einem deutschsprachigen kanarischen Radiosender
sollen auch mehrfach Bußgelder verhängt worden seien, was ich selbst —
schon des Öfteren in den letzten zehn Jahren in Verkehrskontrollen
gekommen — nicht nachvollziehen kann. Wie dem auch sei: Damit ist jetzt
Schluss!
Laut einem
Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshof vom 7. September dieses
Jahres
ist diese Praxis für rechtswidrig erklärt worden. Bezug nehmend auf eine
Verordnung des EU-Parlaments aus den Vorjahren, in dem das Modell (rosa)
des EU-Führerscheins seinem Besitzer im gesamten EU-Gebiet erlaubt,
Fahrzeuge der Führerscheinklasse entsprechend zu führen, ist nun nach
mehrjährigen Klagen vor dem EU-Gerichtshof stattgegeben worden.
Laut dem spanischen
Verkehrsministerium sind alle Beamten inzwischen auf die 'neue'
Rechtslage hingewiesen worden.
Sollten Sie sich noch
im Besitz des älteren, grauen Dokuments befinden und Ihren Wohnsitz nach
Fuerteventura, eine andere Insel oder auf's spanische Festland verlegen
und Ihren Führerschein aber nicht gegen den spanischen eintauschen
wollen, empfehlen wir, jenen auf Ihrem Verkehrsamt in Deutschland gegen
das aktuelle EU-Modell einzutauschen.
Das Kulturzentrum 'Juan Ismael'
feiert einjähriges Bestehen
Das
alte Kino ('Cine Marga', für Fuerte-Veteranen) im Stadtteil 'El
Charco' in Puerto del Rosario hatte sich nach längerer Umbauphase in
einen neuen Schauplatz verwandelt: ein Kulturzentrum für allerlei mit
Kunst und Kultur verbundene Anlässe.
Ausstellungen,
Arbeitsgruppen, Vorträge, Versammlungen, etc. haben das öffentliche
Interesse (nicht nur der einheimischen Bevölkerung) nach anfänglicher
Skepsis geweckt.
Seit der Eröffnung am
17. Oktober letzten Jahres (wir berichteten an dieser Stelle)
haben über 18.000 Personen die Installationen besucht und aktiv oder
passiv an den Veranstaltungen teilgenommen. Überrascht war man über den
18%igen Anteil von Urlaubsgästen, ist die Inselhauptstadt doch
eigentlich nicht unbedingt DER Anlaufpunkt für Urlauber.
Schon mal zum
Vormerken: Große Pläne hat man für das Jahr 2007, in dem sich das
Geburtsjahr des Künstlers und Namensgebers des Kunstzentrums, Juan
Ismael, zum einhundertsten Mal jährt.
Aktuelle Ausstellung:
'dEmo' mit seinem Werk 'Oso del mar' (Meer-Bär), noch bis Dezember.
Betancuria im Rampenlicht
Die
Insel zelebrierte am vergangenen Freitag die 600-Jahres-Feier der
antiken Ansiedlung, gegründet vom normannischen Eroberer Jean de
Bethencourt vor sechs Jahrhunderten.
Begrünung der
Zufahrtstrassen und des Ortskerns, Abschluss einiger
Restaurierungs-arbeiten und neue Fassadenanstriche standen in den
letzten Wochen auf den Arbeitsplänen. Ein kleiner Wermutstropfen in
allerletzter Minute: Man befürchtet den Einsturz des Balkons des Museums
'Arte Sacro' (heilige Kunst) im Zentrum. Aus diesem Grund ist der vom
Zahn der Zeit angenagte Balkon und der Zugang über die teilweise aus
Holz gearbeitete Treppe gesperrt.
Das 'Museo de Arte Sacro' befindet sich in einem antiken Gutshaus, das
den obersten kirchlichen Würdenträgern in jener Epoche als Unterkunft
diente. Im Museum selbst befinden sich eine großartige Sammlung von
Gemälden und Skulpturen sowie Arbeiten des Goldschmiedehandwerks.
Dem feierlichen
Festakt, bei dem auch ein neues Denkmal zur Erinnerung an die Bedeutung
Betancurias als erstem Bischofssitz der Kanaren (was den ersten Schritt
zur Integration der Kanaren in Europa bedeutete) eingeweiht wurde,
wohnten nicht nur alle 6 Bürgermeister der Inselgemeinden bei, sondern
auch der Präsident der Inselregierung, der kanarische Tourismusminister,
sowie der kanarische Parlamentspräsident.
Besonderer Ehrengast
war der Bürgermeister von Grainville, der Ortschaft in der Normandie, in
dem der Gründer von Betancuria, Jean de Bethencourt, geboren wurde.
Haushaltsplan der Kanarischen
Inseln für 2005 vorgestellt
Ende Oktober sind die neuen Zahlen für das vor der Tür stehende Jahr
2005 bekannt gegeben worden. Demnach darf die kanarische
Selbstverwaltung mit einer staatlichen Finanzspritze von knapp 5,2
Milliarden € rechnen.
Die Eigenkalkulation
des kanarischen Parlaments hatte für sich selbst nur runde 5,1
Milliarden ergeben, was einen Überschuss von annähernd 100 Millionen €
ergibt.
Aufgeteilt auf die
verschiedenen Sparten, sieht der Haushaltsplan über 360.000.000 € für
die Eigenverwaltung und die Justiz vor; eine leichte Erhöhung im
Vergleich zum Vorjahr.
33% mehr Gelder werden in den Umweltschutz und Raumordnungsmaßnahmen
investiert (135 Mio €uro).
Die größten Batzen gehen in die Erziehung, Kultur und Sport (1.501 Mio.
€) und das Gesundheitswesen (1.896 Mio. Euro). Stark gestrichen wurde
die Investition in den Immobilienmarkt (Wohnungen und Wohnhäuser für die
residente Bevölkerung), die lediglich eine Summe von runden 120 Mio.
Euro vorsieht, weniger als ein Drittel der Vorjahresinvestition.
Angegeben wurde als Grund dafür das Fehlen von Baugebieten...(??)
Für Fuerteventura
sind Ausgaben in Höhe von knapp über 50 Millionen Euro eingeplant,
etwa 2,2 % mehr als im Vorjahr. Die staatlichen Pro-Kopf-Ausgaben
(wohlgemerkt: berechnet nach der residenten Einwohnerzahl) erhöhen sich
um 22% und belaufen sich auf 675,71 € pro Einwohner. Damit investiert
der spanische Staat weiterhin in die Verbesserung der Infrastruktur auf
allen Gebieten unserer Insel, während im Vergleich dazu für die bereits
besser entwickelten Inseln Gran Canaria und Teneriffa im Haushaltsplan
nur rund 300 €
pro Einwohner angesetzt sind.
EU-Bremse für die Marine?
Noch
immer aktuelles Thema auf den Kanarischen Inseln im Allgemeinen und
Fuerteventura im Konkreten sind die Todesfälle der Delfine während und
nach Militärübungen in den Gewässern um das kanarische Archipel. (Wir
berichteten.)
Die jüngsten
"Kriegsspiele", stattgefunden um die westlichsten Inseln, haben erneut
aufgezeigt, dass die Militärübungen in direktem Zusammenhang mit den
Todesfällen der Delfine stehen.
Ein jüngst
getroffenes Abkommen zwischen dem Verteidigungsministerium und dem
spanischen Parlament, in Vertretung der kanarischen Regierung, in dem
sich die Marine verpflichtete, die Atlantikgewässer um den kanarischen
Archipel weiträumig zu meiden, ist nicht eingehalten worden.
Seitens der
Inselregierung von Fuerteventura werde man diesen Vorfall bei der
zuständigen EU-Instanz vortragen, um nun eine Regelung per
EU-Umweltschutz-Gesetz erreichen.
Gleichgewicht zwischen
Bevölkerung und Tourismus
Der
Präsident der Vereinigung der Bauunternehmen und Promotoren von
Fuerteventura (AECPF), Juan Jesús Rodríguez Marichal, schlägt dem
Tourismus-Management und den Verwaltungen eine Rate von 2,5 Einwohnern
pro aufgestelltem Gästebett vor.
Dieses
Zahlenverhältnis ist von der Weltorganisation des Tourismus als gesundes
Verhältnis zwischen den kontroversen Parteien 'Urlauber' und 'arbeitende
Bevölkerung' erarbeitet worden.
Die verschiedenen
Bodennutzungs- und Entwicklungspläne der kanarischen Regierung beruhen
in erster Linie auf diesen Grundsätzen, wenn auch die Wirklichkeit dem
kaum entspricht. Fuerteventura mit seinen derzeit knapp 70.000
Einwohnern kann eine ebenso hohe Zahl an Hotelbetten vorweisen; ein
Verhältnis von 1:1.
Bei Zugrundelegung
der momentanen touristischen Bettenkapazität läge der Nachholbedarf an
Einwohnern im Moment bei 105.000 Personen. Von der Verwaltung ist
kalkuliert worden, dass diese Einwohnerzahl nach dem Jahr 2010 erreicht
werden wird.
Und da widerspricht
sich die Verwaltung selbst, da im neuen Haushaltsplan der Etat für
Städte- und Wohnungsbau um 66% gestrichen wurde. Wo geht's lang?
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