Fuerteventura Inselnachrichten April 2001

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FUERTEVENTURA - NACHRICHTEN DER SAISON
Ausgabe April 2001

aus unserem

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Postamt für die Costa Calma

Der spanische Generaldirektor der Post, Alberto Núñez Fejioó, hat den Bau eines Postamtes an der Costa Calma, Gemeinde Pájara, in Aussicht gestellt. Dies teilte die Senatorin Fuerteventuras, Claudina Morales, nach einem Gespräch in Madrid mit.

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Endlich bald auch ein Postamt
an der Costa Calma

Weitere Vorteile sollen durch eine effizientere Beförderung der Korrespondenz von Las Palmas nach Fuerteventura erreicht werden. Im Gegensatz zur bisherigen Praxis, kleine Flugzeuge für den Transport zu verwenden, sollen zukünftig auch Schiffe eingesetzt werden. Die Seebeförderung hat den Vorteil größeren Transportvolumens, da die Flugzeuge längst nicht mehr für die heutzutage anfallenden Mengen ausreichen.

Zusätzlich sollen weitere Flugzeuge für die Beförderung von Sendungen auf das spanische Festland eingesetzt werden.

 

Neue Straßenführungen in
Puerto del Rosario

Sowohl die Geschäftsleute als auch die Anwohner der Hauptgeschäftsstraße in Puerto del Rosario, der Calle León y Castillo, zeigen sich zufrieden mit der neuen Verkehrsführung. Seit Mitte März können Fahrzeuge einen Teil der Hauptstraße nur noch in eine Richtung, stadtauswärts, befahren, während der Verkehr stadteinwärts über die Parallelstraße Virgen de La Peña geführt wird (siehe Stadtplan S. 26!).

Nach Einschätzung des Präsidenten der Vereinigung der Geschäftsleute in dieser Gegend, Roberto Buso, führt dies insgesamt zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung aller betroffenen Zonen und außerdem zu einem besseren Angebot an Parkplätzen, da jetzt die Fahrzeuge beidseitig im parallelen Schrägpark-Verfahren abgestellt werden können. Fünfmal mehr Kunden können nun ihr Kfz vor dem Geschäft ihrer Wahl parken, schätzt Buso.

Durch den nun einseitigen Verkehrsfluss auf beiden Straßen wird die Lärm- und Abgas-belastung außerdem drastisch gesenkt.

Er befürwortet weitere Maßnahmen zur Verschönerung der Einkaufsmeile durch weitere Grünanlagen mit Bänken und Papierkörben zur Abfallvermeidung. Damit entwickele sich die Leon y Castillo allmählich zur wichtigsten und attraktivsten Einkaufszone der gesamten Insel.

 

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Jetzt Einbahnstraßen:
die Calle León y Castillo (Foto) und die
Calle Virgen de La Peña in Puerto del Rosario

Pläne, die Straße Primero de Mayo, die von der Kirche der Hauptstadt Richtung Volkshochschule und neues Postamt verläuft, teilweise zur Fußgängerzone umzuwandeln, stoßen dagegen auf die Ablehnung der dortigen Geschäftsleute.

Sie fordern von der Stadtverwaltung eingehende Untersuchungen über die möglicherweise negativen Auswirkungen auf die betroffenen Geschäfte und einen raschen Dialog mit dem Bürgermeister von Puerto del Rosario.

Einhellig begrüßt wurde von der gesamten Bevölkerung die neue Verlängerung der Avenida de la Constitución (Hauptstraße, vom Flughafen stadteinwärts) bis zum Kreisverkehr der Avenida Manuel Velazquez Cabrera.

 

Ein Dorf setzt sich zur Wehr:
La Caldereta gibt nicht klein bei

Wir schreiben das Jahr 2001, ganz Fuerteventura wird von den Steinbruchgesellschaften beherrscht. Ganz Fuerteventura? Nein, ein kleines Dorf in der Gemeinde La Oliva leistet den Eindringlingen erbitterten Widerstand...

So oder ähnlich begann eine Erfolgsgeschichte, die hier auf der ansonsten so ruhigen Insel erhebliche Aufmerksamkeit in der Bevölkerung erregt hat. Die Geschichte von dem Ort La Caldereta, der geschlossen gegen den geplanten und genehmigten Steinbruch und eine Asphaltfabrik auf die Straße und vor Gericht zog, begann mit einer Unterschriftenaktion, über die wir in der vergangenen Ausgabe berichteten.

Mitte Februar zogen über hundert Anwohner in die Hauptstadt Puerto del Rosario, um gegen die Anlage zu protestieren. Sie forderten von der Inselverwaltung und der Gemeinde La Oliva eine Aufhebung der erteilten Genehmigung, da die Anlage zur Steingewinnung und

-verarbeitung, sowie die weiteren Industrieinstallationen erhebliche Beeinträchtigung für die Anwohner bedeute. Die Protestgruppe war mit Atemschutzmasken und Transparenten angereist, auf denen in plakativen Slogans wie “Steinbruch gleich Verschmutzung” oder “Wild West in La Oliva” auf die Situation aufmerksam gemacht wurde.

Unterdessen hat die Umweltabteilung der Guardia Civil, Seprona, Anzeige gegen den Betreiber Angel José Pando Quintanilla erstattet, da dieser nicht über alle notwendigen Genehmigungen verfüge. So fehle die vorgeschriebene Arbeitsablaufbeschreibung und die erteilte Lizenz der Gemeinde sei bereits abgelaufen. Die Beschreibungen über den geplanten Fortgang der Arbeiten müssen jährlich beim zuständigen Amt eingereicht werden und die Genehmigung erlischt automatisch bei Nichteinhaltung der Erfordernisse.

Ende desselben Monats reichte die Bürgerbewegung gegen den Steinbruch, der sich neben den Bewohnern benachbarter Ortschaften wie Guisguey und Puerto Lajas inzwischen auch Siedlungen wie El Time und Rosa de la Monja angeschlossen haben, durch die “Vereinigung Europäischer Bürger” Klage vor der Umweltkammer der Europäischen Union ein.

Die Inselverwaltung hat daraufhin eine Sondersitzung einberufen, um mit den Verantwortlichen zu diskutieren. Hierbei ging es auch um den Widerspruch zu der Bodenordnung der Insel, in der das vorgesehene Gebiet als unter Naturschutzaspekten erhaltenswert eingestuft wurde.

Im Verlauf dieser Aussprache in den Räumen der Inselverwaltung kam es zu Protesten und der Präsident José Juan Herrera wurde ausgebuht, als er versuchte, die Genehmigung für das umstrittene Projekt zu verteidigen. Der Abgeordnete der linksgerichteten PSOE erhielt dagegen Applaus, als er die Inselregierung als Interessenvertretung der Industrie anklagte.

Gleichzeitig bekräftigte der Bürgermeister von La Oliva, Domingo González Arroyo, seine Absicht, die fehlende Genehmigung für den Betrieb der Anlage zu erteilen und verwies in einem Radiointerview auf andere Industrieprojekte, wie den Bau der Unelco-Zentrale bei Puerto del Rosario, gegen die auch kein Widerstand erfolgte.

 

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Die Bürger von La Caldereta sind sich
einig: Die Unberührtheit ihrer Landschaft
darf nicht zerstört werden

Inzwischen haben die Arbeiten auf dem dafür vorgesehenen Gelände begonnen. Doch die Anwohner geben nicht auf. In dem Planfeststellungsbescheid fanden sie Hinweise auf eine mögliche gesundheitliche Gefährdung der Bewohner der Region und legten diesen den beteiligten Behörden erneut vor. Zusätzlich gab der Sprecher der Sozialisten zu bedenken, dass die Anlage bei La Caldereta Pläne für ein wichtiges touristisches Projekt bei Puerto del Rosario in Frage stellen würde. Nach all diesen Einwänden hat die Inselverwaltung von Fuerteventura die beteiligten Instanzen aufgefordert, die erteilten Genehmigungen noch einmal auf Gültigkeit zu überprüfen. Bei dieser Entscheidung wurden erstmalig auch die sozialen Bedenken der Anwohner in Betracht gezogen.

Anfang März schließlich reichte die Bürgerbewegung in Las Palmas offiziell Klage gegen die Betreibergesellschaft des Steinbruchs von La Caldereta ein, um die sofortige Einstellung der Arbeiten zu erreichen.

Die Gruppe, die von Umweltaktivisten und einem Rechtsanwalt begleitet wurde, erhielt nach ihrer Rückkehr auf Fuerteventura die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Vizepräsident der Regierung, Adán Martín, dem sie ein Video der Arbeiten und Auswirkungen vorspielen durften. Adán Martín bestätigte zugleich den Erhalt der Anfrage der Inselverwaltung zur Überprüfung der Gültigkeit der aktuellen Genehmigungen.

Mitte März schließlich teilte die Bürgerbewegung mit, dass sie sich von den Institutionen, besonders der Inselverwaltung und deren Präsidenten Herrera, im Stich gelassen fühlten. Es sei sein politischer Wille, keine einstweilige Verfügung gegen den Betrieb zu erlassen. In einer vorläufig letzten Protestaktion boten die Bewohner der Ortschaft La Caldereta in diesen Tagen ihre Häuser zum Verkauf an mit Schildern wie “Zu verkaufen wegen Zwangsumzug”.

Ende März kam dann die vorläufige Wende als die Direktion der Bodenverwaltung der Kanarischen Regierung die Einstellung der Arbeiten auf dem Gelände der Steinbruchgesellschaft anordnete.

Die Bürgerbewegung zeigte sich außerordentlich froh über den Beschluss, kündigte jedoch gleichzeitig an, weiter aufmerksam und bereit für weitere Aktionen zu bleiben, bis das Projekt endgültig untersucht und abgeschlossen wird. Man habe eine Schlacht, aber nicht den Krieg gewonnen, so der Vorsitzende der Bürgerbewegung von La Caldereta, Ismael Martín.

 

Sturm verursachte Schäden bei Tomatenernte in Millionenhöhe

Bei den schweren Stürmen, die ab Mitte März über die Insel fegten und zeitweise Geschwindigkeiten von über 70 km/h erreichten, ist nach aktuellen Schätzungen mindestens 3% der Tomatenernte schwer beschädigt worden. Damit ist dies der Sektor, der am schlimmsten von den Stürmen betroffenen ist, gefolgt von den Fischern, die tagelang nicht zum Fang auslaufen konnten.

 

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Tomatenpflückerinnen bei der Arbeit

Die von der Agrarwirtschaft geschätzten 3% Ernteausfall in dieser Saison entsprechen einem berechneten Verlust von rund 20 Millionen Peseten. Dabei sind die Schäden auf den ersten Blick nicht zu erkennen, die Tomatenfelder und die Abdeckungen scheinen unversehrt. Tatsächlich werden die Pflanzen jedoch bei hohen Windgeschwindigkeiten derart gegeneinander geschleudert, dass die Haut der Tomaten beschädigt wird und sie ihren Marktwert verlieren.

Auf gut 50 Hektar werden vor allem in den Gemeinden Tuineje und Pájara über eine halbe Millionen Tomatenpflanzen gezogen, die überwiegend für den Export nach Mitteleuropa bestimmt sind. Etwa 20 Hektar werden derzeit mit Bananenplantagen bewirtschaftet, welche die Stürme unbeschadet überstanden haben.

Ab April werden neue landwirtschaftliche Flächen für den Anbau von Melonen vorbereitet. Dann geht schließlich auch einer der trockensten Winter der letzten Jahre zu Ende.

 

Aktion “Sauberer Süden”

Die Reinigungsmannschaft von Pájara rechnet damit, in den kommenden Wochen und Monaten rund 10 Tonnen Abfall an verschiedenen Stellen der Gemeinde im Süden der Insel zu sammeln.

Ziel ist es, so der Direktor der Umweltabteilung von Pájara, Antonio Gallardo, die Landschaft zu reinigen und “zum Strahlen zu bringen”. Die ersten Arbeiten erstrecken sich von den Küstenabschnitten bei Ajuy über die Playa Negra und Puerto Nuevo sowie in alle angrenzenden Gebiete. Sie sollen im nächsten Monat abgeschlossen sein.

 

Die Insel bezieht Stellung zum Baustopp-Moratorium

Dem Bürgermeister von La Oliva, Domingo González Arroyo, fiel die Rolle zu, die Bedenken der Gemeinden Fuerteventuras zu formulieren und den Protest gegen den Anfang des Jahres von der Kanarischen Regierung beschlossenen Entwurf eines Baustopps anzuführen.

Nach seiner Ansicht benachteiligt das so genannte Moratorium die Insel Fuerteventura, die ein Nullwachstum in den kommenden Jahren hinnehmen müsste, während andere Inseln weiter wachsen. Einen Ausweg sieht er in der Verschiebung des geplanten Gesetzes um vier Jahre und einer Gleichbehandlung aller Kanarischen Inseln.

González Arroyo, der gleichzeitig Vor-sitzender der Partido Popular (PP), der Volkspartei dieser Insel ist, wies darauf hin, dass er entschlossen sei, über seine Partei Druck auf die Kanarische Regierung auszuüben, da der Baustopp unter anderem die Einnahmen seiner Gemeinde, die für wichtige Projekte im Bereich der Infrastruktur nötig sind, drastisch senken würde. Dies ziehe zwangläufig Probleme für die beteiligten Firmen und damit den Arbeitsmarkt nach sich.

Unterdessen bestätigte der Präsident der Kanarischen Regierung, Román Rodríguez, in einem Interview, dass der Baustopp tatsächlich für Fuerteventura etwa ein minimales Wachstum bedeute. Seiner Ansicht nach müsse erst die Infrastruktur auf dieser Insel deutlich verbessert werden, um das Bevölkerungswachstum zu unterstützen, ehe mit dem Bau weiterer touristischer Anlagen fortgefahren werden könne.

Während die Debatte, in der besonders die Gemeinden mit touristischer Konzentration gegen den Entwurf der Regierung Front machen, gerade erst begonnen hat, fand ein Untersuchungsgremium, welches die Auswirkungen des Gesetzes auf die Wirtschaft der Inseln untersuchen sollte, Schwächen in der Grundlage des Entwurfes. So seien die Zahlen und Daten, die dem Entwurf zugrunde liegen, entweder schlicht falsch oder längst überholt, außerdem werden einige sozioökonomische Parameter je nach Insel völlig überbewertet und führen so zu einer ungleichen Einschätzung und ungerechten Auswirkungen.

Im Falle Fuerteventuras etwa sei der Aspekt, eine Relation zwischen Residenten und Touristen zu finden, die zwischen 1,3 und 1,6 Einwohner je Touristenbett liegt, überbewertet worden und der Aspekt der Einwohner und Touristenzahl zur geografischen Oberfläche vernachlässigt worden. Als zweitgrößte Kanareninsel weist Fuerteventura mit ca. 98.000 Hektar unbebauten Landes wesentlich mehr Freiflächen auf als etwa Gran Canaria, wo gerade einmal 20.000 Hektar ungenutzt blieben.

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Román Rodriguez, Präsident der
Kanarischen Regierung, bleibt hart

Die Regierung betont nach wie vor, an einem Kompromiss interessiert zu sein und hat inzwischen einen neuen Gesetzentwurf an die Gemeinden der Inseln verteilt.

Der Vizepräsident der Regierung, Adán Martín, stellte bei der Vorlage des Entwurfes Mitte März fest, dass Fuerteventura tatsächlich die größte bebaubare Fläche des Archipels aufweise, auf der kurzfristig 40.000, langfristig jedoch 400.000 neue Betten gebaut werden sollen; dazu liege auch das Bevölkerungswachstum deutlich über dem kanarischen Schnitt, was schließlich alles für eine Pause spreche, in der dieses Wachstum geregelt werden sollte. Es gehe bei dem Baustoppgesetz nicht um ein Nullwachstum sondern vielmehr um Zeit für eine Strukturierung der zukünftigen Maßnahmen. Schließlich müsse auch an die Lebensqualität zukünftiger Generationen gedacht werden.

Francisco Gómez, Vorsitzender der Hotel- und Gaststättenvereinigung Fuerteventuras, fasste die Situation mit dem Satz zusammen: “Das alte Wachstumsmodell ist tot, es lebe das neue!” Er sieht in den Baustoppmaßnahmen die Chance, sich auf die Verbesserung des bestehenden Angebots konzentrieren zu können.

 

Maul- und Klauenseuche:
FEAGA 2001 in Gefahr?

Trotz berechtigter Sorge um das liebe Vieh, den Hauptbetroffenen der gefährlichen Krankheit, die derzeit in Großbritannien ganze Herden befällt, wird aller Voraussicht Anfang April die größte kanarische Landwirtschaftsmesse FEAGA wie geplant ihre Tore öffnen.

Vor Ausbruch der Epidemie Anfang März gab der zuständige Landwirtschaftsminister noch grünes Licht für die vom 5. bis 8. April geplante Ausstellung und veröffentlichte die Anmeldebedingungen. Danach kostet ein Stand, umbaut und verkleidet mit 16 m² Fläche 2.000 Peseten je Meter, ein Außenstall ist schon ab 750 Peseten je m² zu haben.

Mit Spannung erwartet wird die Vorstellung einer eigentlich sehr alten kanarischen Schafrasse, dem so genannten Pelibuey-Schaf. Das besondere an dieser Rasse ist, dass sie weder Hörner noch Wolle besitzt, dafür deutlich höhere Erträge bei der Fleischerzeugung und der Reproduktion verspricht. Das Fleisch ist fettarmer und die Tiere widerstandsfähiger.

Die Inselverwaltung ist sich bereits sicher, die Zucht dieser Tiere mit gut 50% zu subventionieren. Ein Pelibuey-Schaf erinnert eher an eine Ziege ohne Hörner und ist heute beinahe ausgestorben. Dank traditionsbewusster Züchter ist es jedoch gelungen, diese alte ein-heimische Rasse wiederzubeleben und in diesen Breiten wieder heimisch werden zu lassen.

Das spanische Landwirtschaftsministerium jedenfalls hat nach Bekanntwerden der Fälle in England neue Richtlinien erlassen, um das Eindringen der Maul- und Klauenseuche (fiebre aftosa) zu verhindern. Bis zum 27.März ist es demnach verboten, landwirtschaftliche Messen und Versammlungen mit den betroffenen Tierarten , hauptsächlich Paarhufer wie Rinder, Schafe und Schweine, durchzuführen. Diese Entscheidung wurde in ähnlicher Form auch von der Europäischen Union verabschiedet und gilt bis auf weiteres.

Damit wird die Landwirtschaftsausstellung auf dem Gelände in Pozo Negro mit großer Sicherheit zumindest auf einen späteren Termin als bisher üblich verschoben werden. Diese Maßnahme ist eine vorsorgliche, da man kein Risiko einer Epidemie auf dieser kanarischen Insel eingehen möchte.

Unterdessen werden auch die Sicherheitsbestimmungen am Flughafen Fuerteventuras vorsorglich verschärft. So müssen sich die vielen britischen Reisenden zukünftig ihre Schuhe mit einer Lösung desinfizieren und ihr Gepäck wird auf Lebensmittel untersucht. Auch Reste der Bordmahlzeiten werden konfisziert und vorsorglich verbrannt. Am ersten Tag nach Inkrafttreten sammelten die Beamten bereits einen Container mit Nahrungsmitteln von den Fluggästen ein, die seither bereits an Bord über die Maßnahmen informiert werden.

 

Großfeuer in Puerto del Rosario: Ausrüstung der Feuerwehr gibt Anlass zu Besorgnis

Zuletzt Mitte Februar mussten bei einem Großbrand in der Hauptstadt Puerto del Rosario mehrere Häuser und Bewohner im Vorort El Charco evakuiert werden. Die Lagerhalle einer Baufirma, in der überwiegend PVC und brennbares Baumaterial lagerte, wurde durch den Brand vollständig zerstört, die Brandursache ist noch unklar. Die Feuerwehr versuchte vergeblich, der Flammen mit über 80.000 Litern Wasser Herr zu werden. Vier Stunden dauerte der verzweifelte Versuch, ehe das Feuer gelöscht werden konnte.

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Nicht gerade vertrauenerweckend:
Feuerwehrstation in Puerto del Rosario

Obgleich glücklicherweise niemand verletzt wurde, zeigte der Brand in der Hauptstadt doch, dass die Feuerwehr der Insel mit erheblichen Mängeln zu kämpfen hat. Nur sieben hauptberufliche Feuerwehrmänner, eine veraltete Ausrüstung und nur 40 Millionen Jahresbudget seien nach Angaben des Einsatzleiters einfach nicht ausreichend für eine Stadt wie Puerto del Rosario 
mit inzwischen 20.000 Einwohnern.

Um das Feuer in der Lagerhalle zu löschen, musste Ausrüstung von dem Stromversorger UNELCO geliehen werden, da keine geeigneten Atemschutzgeräte vorhanden und die Wassertanks viel zu klein sind. Schon manches Mal musste zudem die Feuerwehr des Flughafens zu Hilfe gerufen werden.

Inzwischen ist auch der Dachverband der kanarischen Feuerwehrmänner auf die schlechte Ausrüstung in Fuerteventuras Hauptstadt aufmerksam geworden. Er fordert von der Gemeinde eine deutliche Aufstockung des Etats und ein Ende der Vogel-Strauß-Politik, nach der, wenn nichts passiert, alles ja noch mal gut gegangen ist.

Gar nicht ausmalen möchte man sich die gar nicht so abwegige Situation, in der zwei Brände zur gleichen Zeit zu bekämpfen wären. In der Hauptstadt undenkbar.

 

Im Mai beginnt die
Kunsthandwerksmesse in Antigua

Am 10. Mai wird die Kunsthandwerksmesse von Antigua eröffnet, an der Aussteller von verschiedenen Kanarischen Inseln teilnehmen werden. Drei Tage lang erhalten Besucher die Gelegenheit, Künstlern bei der Arbeit zuzusehen und authentische Handarbeit zu erwerben.

Ein Komitee aus regionalen Kunsthandwerkern, wird über die Teilnahme der Bewerber entscheiden, die bis zum 31. März die Möglichkeit haben, ihre Arbeiten vorzustellen.

Den Ausstellern wird empfohlen, besondere Sorgfalt auf die Gestaltung ihres Standes zu legen, der am Ende der drei Tage dauernden Veranstaltung begutachtet wird. Zudem soll ausreichend Material zur Herstellung sowie für den Verkauf bereitgehalten werden.. Eine weitere Vorgabe für dieses Jahr ist die klare und deutliche Auszeichnung der Waren.

Sind alle diese Auflagen beachtet worden, steht einer Teilnahme an der nächsten Messe nichts im Wege.

Ein Transferservice verkehrt während der drei Tage regelmäßig zwischen Caleta de Fuste und dem Messegelände in Antigua. Für Leckereien und Nahrungsmittel sorgen sowohl die produzierenden Kunsthandwerker als auch die Messeveranstaltung, die ein günstiges Mittagsmenü in der dortigen Schule anbieten wird.

 

16.500 Autos durch den Insel-TÜV

Das enorme Anwachsen des Fahrzeugstandes der Insel Fuerteventura wird eindrücklich durch die jüngst veröffentlichten Zahlen des spanischen TÜV, der ITV, belegt. Danach mussten im vergangenen Jahr 16.500 Autos zur Überprüfung, 20% mehr als noch 1999.

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Eingang zur ITV in Antigua

Jedes vierte vorgestellte Fahrzeug musste ein zweites Mal vorgeführt werden, da erhebliche Mängel vor allem an Lenkung und Bremsen ausschlaggebend für die Verweigerung der Betriebserlaubnis waren.

Nach der ersten unbefriedigenden Vorstellung bleiben dem Halter 15 Tage, das Fahrzeug instand zu setzen, erklärte der Leiter der ITV, Juan Manuel Cabrera. Sollte der Wagen im eingeräumten Zeitraum nicht wieder vorgeführt werden, drohen Strafen über 20.000 Peseten.

Modernste Apparaturen zur Messung, eine Hebebühne, drei Monteure und ein Ingenieur sorgen sich um die Begutachtung der täglich rund 75 Fahrzeuge. Für eine möglichst geringe Wartezeit ist die Anlage von 8 bis 13 Uhr und von 15.30 bis 17.15 Uhr geöffnet.

 

Casa de los Coroneles
wird endlich renoviert

Die nationale Gesellschaft für Schöne Künste hat für die Restaurierung der historischen Casa de los Coroneles in La Oliva 105 Millionen Peseten bereit gestellt. Damit konnte vor kurzem endlich mit den längst fälligen Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten begonnen werden.

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Casa de los Coroneles in La Oliva

 

Neue Fahrrad-Streifen
in Morro Jable

Um die Sicherheit der Bewohner und Gäste im Süden der Insel zu erhöhen, hat die Polizei in Morro Jable zusätzliche Kräfte eingestellt, die als sogenannte Tourismuspolizei verstärkt Streife laufen und fahren sollen.

Seit Anfang März sind daher an der Strandpromenade der touristischen Zentren Streifenpolizisten per Fahrrad unterwegs, die “auf sportliche und umweltfreundliche Art” für ein sicheres Gefühl unter Besuchern und Residenten sorgen sollen, so der Tourismusrat von Pájara, Ramón Carmelo Cabrera.

Fahrrad-Polizei
Zwei Fahrrad-Streifenpolizisten
im Gespräch mit Urlaubern an der
Strandpromenade von Morro Jable

Dieser neue Service, der die Aufnahme acht neuer Beamter notwendig machte, soll bald auch auf andere Zonen, wie etwa die Costa Calma, ausgeweitet werden.

Insgesamt haben sich in den letzten zwei Jahren auf Fuerteventura 139 Polizisten in einem der 11 verschiedenen Programme, die von der lokalen Polizeiakademie angeboten wurden, weitergebildet.

Neben Seminaren über Opferhilfe, Seerettung oder Umweltproblematik wurden Sprachkurse und Lehrgänge für Umgangsformen vor allem von Polizisten aus Gemeinden mit touristischer Konzentration absolviert.

In den sechs Gemeinden Fuerteventuras leisten heute 131 Polizisten ihren Dienst.

 

Pájara-Linienbus in Berlin

Während Anfang März in den Hallen der Messe Berlin die weltgrößte Tourismusmesse ITB stattfand, fuhr parallel auf den Straßen der deutschen Hauptstadt ein Linienbus der Gemeinde Pájara, und wies so auf die Schönheiten der Fuerteventura-Landschaften und -Strände hin.

Dies sicherte den Vertretern des Südens sicher ebensoviel Aufmerksamkeit wie der eigene Stand, der bereits zum zweiten Mal die Kollegen der übrigen Gemeinden neidisch gemacht haben dürfte. Auf 25 m² konnten sich die Besucher mittels neuester Technologien Zugang zu Informationen über das Urlaubsparadies beschaffen. Rund 25 Kilo Ziegenkäse wurden hierbei gereicht.

Der Tourismusminister für Fuerteventura, Aniceto Rodríguez, zeigte sich sehr zufrieden mit den Beteiligungen der kanarischen Insel an den bisherigen Messen in diesem Jahr. Neben der Messe im holländischen Utrecht, weiterer

Berlin-Bus

Werbeveranstaltungen in Düsseldorf, Kopenhagen und Österreich ist auch die Messe in Portugal erfolgreich verlaufen. Während Fuerteventura noch 1999 nicht einen portugiesischen Besucher zählte, waren es im darauffolgenden Jahr immerhin schon 1.156.

 

Neuer Verein für Residenten und Langzeiturlauber auf Fuerte

Die freie Wahl des Arztes oder des Krankenhauses ist für viele europäische Residenten und Langzeiturlauber in Spanien eine sehr wichtige Frage. Der „Versorgungsdienst für Auslandsaufenthalte e.V. (VfA)" hat sich dieser besonderen Problematik angenommen.

Ein Stück „Gemeinsames Europa" mehr: Bei der zunehmenden Europäisierung, d.h. Angleichung der nationalen Bedingungen, u.a. auch der versorgungsrechtlichen Regelungen, hat der VfA in Zusammenarbeit mit namhaften deutschen Gesellschaften einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Die freie medizinische Versorgung, sowohl in Spanien als auch im Heimatland des Residenten oder auch Nichtresidenten, konnte bisher nur sichergestellt werden durch eine ausschließlich auf die nationalen Bedingungen ausgerichtete und teure Privatversicherung; und auch dies nur bedingt. Erschwerend kommt hinzu, dass die sprachliche Verständigung mit inländischen Medizinern oft unüberwindbare Hindernisse darstellt. Der Besuch bei einem Arzt im Heimatland ist daher oft mit hohen finanziellen Belastungen verbunden.

Der VfA hat nun gemeinsam mit einem der größten Spezialversicherer, der Hanse Merkur Reiseversicherung AG in Hamburg, einen Spezialtarif entwickelt, der ausschließlich den Bedürfnissen fast aller europäischer Residenten und Langzeiturlauber im Ausland gerecht wird.

Der VfA plant kurzfristig, wie bereits auf dem Festland geschehen, die Einrichtung von deutschen oder deutschsprachigen Vertragsärzten jeglicher Fachrichtung in den verschieden Regionen auf der Insel.

Der Vorteil des Mitgliedes liegt darin, dass er für die Behandlungskosten von akuten Krankheiten nicht in Vorleistung gehen muss, sondern der behandelnde Arzt direkt mit der Gesellschaft in Deutschland abrechnet.

Diese Ärzte sind lediglich eine Empfehlung des Vereins, die freie Wahl des Mediziners bleibt davon unbenommen.

Für stationäre Aufenthalte gibt der VfA-Assistancepartner, die InterIura in Barcelona, eine Erklärung der Kostenübernahme an das entsprechende Krankenhaus ab.

Als besonders gelungen ist die Prämienkalkulation zu bezeichnen. Für nur DM 135,00 monatlich erhält die versicherte Person einen 100%igen Schutz für akute ambulante, stationäre und Zahnbehandlung.

Weitere Leistungen können modular dazu abgedeckt werden. Personen bis zum 75. Lebensjahr sind aufnahmefähig und danach lebenslang abgesichert, sofern sie den Schutz nicht selbst kündigen.

Der Tarif beinhaltet keinerlei Selbstbeteiligung und gilt weltweit, mit Ausnahme von Kanada, USA und Australien. Selbst der vorübergehende Heimataufenthalt ist mitversichert.

Es gilt grundsätzlich freie Arzt- und Krankenhauswahl. Besonders erwähnenswert ist die Regelung, dass die versicherte Person nach Zugehörigkeit nicht wegen Krankheit oder Erreichen einer Altersgrenze gekündigt werden kann.

Der Verein ist in Norddeutschland (Schleswig-Holstein) beheimatet und ordnungsgemäß im Vereinsregister unter der Nr. 611 beim Amtsgericht Eutin eingetragen.

Seit mehr als 1 ½ Jahren ist der Verein auf dem spanischen Festland, in Portugal und auf den Kanaren sehr erfolgreich tätig. Mehr als 1.500 Mitglieder vertrauen bereits diesem Unternehmen mit ständig wachsender Zahl.

 

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