Fuerteventura
wird zum
Liebling der MedienEuropäische und spanische Fernsehteams entdecken die einzigartige Schönheit der Urlaubsinsel Fuerteventura für ein
breites Publikum.
Am Wochenende der Kunsthandwerksmesse in Antigua geriet die Ankunft eines Starmoderators des spanischen Fernsehens zum Medienspektakel. Juan Luis Calero präsentiert
auf dem kanarischen Kanal TVE-2 mit Erfolg seine Sendung “La azotea”.
Spektakulär gerieten die Szenen, in denen er auf einem Kamel zum Sendeplatz ritt. Zahlreiche Zuschauer begleiteten die Aufnahmen und wurden so zu Mitwirkenden. Durch seinen Humor, kleinere
Gesangseinlagen und die Einbeziehung seiner ältesten Fans fand auch sein Auftritt auf der Messe ein begeistertes Publikum.

Kürzlich drehte ein Fernsehteam des deutschen Südwestfunks eine Reportage auf der Insel. Zwei Wochen lang begleiteten sie eine Familie aus dem
Ruhrpott während ihres Urlaubs um daraus einen halbstündigen Bericht zu machen. Die fünfköpfige Familie, die das erste Mal ihre Ferien im Ausland verbrachte, wird im Sommer im dritten
Programm zu sehen sein.
Bereits im Februar sammelte ein Team des belgischen Radiosenders RTL Material für eine ganze Sendereihe über die zweitgrößte Kanareninsel. Die Gewinner eines Preisausschreibens werden in
Kürze ihren spendierten Urlaub im Süden der Insel antreten.
Obwohl die offizielle Urlauberstatistik der vergangenen Wintermonate keinen einzigen Reisenden aus Russland oder Polen verzeichnet, haben sich inzwischen auch Kamerateams dieser Länder auf den
Weg nach Fuerteventura gemacht. Lieblingsziele der neuen Oberschicht der osteuropäischen Länder waren bisher die Casinos und Nachtclubs der Nachbarinsel Gran Canaria. Wir dürfen gespannt
sein, mit welchen Bildern sie nun auf dieses Eiland gelockt werden sollen.
Immer mehr Kurztrips nach
Fuerteventura
Eine beliebte Tradition nicht nur spanischer Arbeitnehmer ist die so genannte “puente”. Das ist der Tag, manchmal auch die Tage, zwischen zwei
Feiertagen.
Der Tag der Arbeit war so ein Brückentag und es machten sich Anfang Mai zahllose Insulaner auf den Weg zur jeweiligen Nachbarinsel. Dies bescherte der “ruhigen
Insel” eine vorübergehende Auslastung der Hotelkapazitäten von gut 80%, etwas schwächer als zu Ostern. Damit hat sich Fuerteventura neben La Palma und El Hierro als beliebtestes
Kurzurlaubsinsel des Archipels etabliert.
Anders als zur Osterzeit blieben die Strände weitgehend frei von Campern. Die Gemeinde Pájara, die von allen Gemeinden die größte Fläche seiner Strände zur Verfügung stellt, registrierte
keine Besonderheiten. In diesem Zusammenhang hat der Bürgermeister der nördlichen Gemeinde La Oliva, González Arroyo, noch einmal klargestellt, dass an den Stränden von El Cotillo diesen
Sommer nicht ein Camper geduldet werden wird. Es sei Zeit genug, sich bis dahin ein anderes Ziel zu wählen, so der Alkalde. Man darf gespannt sein, wie die in Kürze hier stattfindende
Versammlung des Campingvereines darauf reagieren wird!
Baustopp-Moratorium
schon sehr bald Gesetz?
Die Kanarische Regierung zieht Bilanz. Zwölf Millionen Besucher empfängt das Archipel jährlich, 350.000 Betten stehen für sie legal zur Verfügung.
Nicht gerechnet die Betten, die kurz vor ihrer Genehmigung stehen oder die im Bau befindlich sind. Auch die rund 70.000 illegal angebotenen, meist privaten Betten,
sind hier nicht mitgezählt.
Lässt man die Inseln Lanzarote und Fuerteventura einmal außen vor, stehen auf den restlichen Inseln gerade noch 12% ihrer Oberfläche als Bauland zur Verfügung. Für die Regierung steht damit
fest, dass es Zeit zum Nachdenken ist, genauer gesagt, Zeit zum Handeln, Zeit für die rasche Umsetzung des Moratoriums.
Der Regierungssprecher Pedro Quevedo versicherte auf einer Pressekonferenz Anfang Mai, dass die verfügbare Fläche wohl noch für 850.000 weitere Betten ausreichend sei. Er stellte jedoch auch
klar, dass ein tatsächliches Ausschöpfen der Kapazität eine Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit der Inseln darstelle.
Naturgemäß stößt er damit nach wie vor auf den heftigen Widerstand der Unternehmer, die in dem Erlass eine Beschneidung ihrer unternehmerischen Freiheit sehen und die Situation anders
einschätzen.
Auch unter den Gemeinderäten und den Inselverwaltungen stoßen die Warnungen der Regierung auf wenig Verständnis. Dennoch wird noch in diesem Sommer mit einem Gesetz zum Baustopp gerechnet.
Eine kurze Rückblende: Im Januar beschließen der Präsident der Kanarischen Regierung, Román Rodríguez, sein Bauminister und der Tourismusminister einen Erlass, in dem die Vorbereitung eines
Gesetzes zur Reglementierung des touristischen Wachstums beschlossen wird. Gleichzeitig gilt ein vorübergehender Stopp für weitere Genehmigungen zur Errichtung weiterer Betten.

Román Rodriguez, der Präsident der
Kanarischen Regierung, kämpft weiter
für ein geregeltes Wachstum
Dieser Baustopp wird für zunächst zwei Jahre festgesetzt, mit Ausnahme der Inseln El Hierro, La Palma und La Gomera, wo die Verordnung nur ein Jahr gelten soll.
Ausgenommen von der Beschränkung sind geplante Hotels der Kategorie vier oder fünf Sterne, außerdem Projekte im Zusammenhang mit Inlandstourismus.
Bis Januar 2002 soll dann eine konzeptionelle Vision zur weiteren touristischen Entwicklung der Kanarischen Inseln vorliegen und zur Abstimmung gelangen.
1.000.000 im März
Kanaren auf neuem Rekordkurs
Da soll noch einer über die lauen Frühjahrsmonate auf dem Archipel klagen. Tatsächlich jagen die Kanaren von einem Höhepunkt zum nächsten, touristisch gesprochen.
Erstmals in seiner Geschichte verzeichnete die Statistik der gesamten Urlauberinseln über eine Millionen Besucher in einem einzigen Monat. Für die Abgeordneten der
Regierung ein weiterer Grund, sich selbst und ihre überragend weitsichtige Politik zu feiern und für die Wirtschaft Argument genug, den Baustopp ein weiteres Mal in Frage zu stellen.
Zwei Drittel aller Besuche gehen wie immer auf das Konto der deutschen und englischen Urlauber, die mit zum Teil überdurchschnittlichen Zuwachsraten glänzen.
Im Vergleich zum März des Vorjahres schlagen aber auch die Zuwächse der russischen Urlauber mit plus 27% und der Iren mit plus 35% ordentlich zu Buche.
Schwächer wird das Interesse der Schweizer und der polnischen Reisenden, jeweils minus 11%. Beliebtestes Reiseziel bleibt nach wie vor Teneriffa gefolgt von Gran Canaria. Nach Lanzarote bleibt
Fuerteventura der vierte Rang auf der Beliebtheitsskala.
Schwächlich entwickelt sich die Alternative zu den Hotelkomplexen, der so genannte ländliche Tourismus. Gerade mal 2.276 Besucher oder 0,2% quartierten sich in einer Herberge abseits der
Küsten ein, fast ausnahmslos Spanier.
Bedenkt man jedoch das Angebot, so erreichten die Landgasthäuser eine Auslastung von immerhin 46%.
Timesharing soll
salonfähig werden
Die Mutter des Reiseveranstalters TUI, die Preussag AG,
geht neue Wege im Tourismus.
geht neue Wege im Tourismus.
Während die Hotelkette RIU beginnt, das All-inclusive-Konzept zukunftsträchtig umzusetzen, gehen die Unternehmungen des Konzerns diesen Sommer noch in eine weitere
Richtung. Time-sharing heißt das nicht mehr ganz frische Zauberwort.
Nicht nur auf Gran Canaria sind längst große Investorengruppen aktiv, das so genannte Ferienwohnrecht an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Mit in der Vergangenheit nicht immer
einwandfreien Methoden wird hierbei für eine Urlaubsart geworben, die auf dem Ankauf einer Zeiteinheit basiert.
Ein Appartement etwa hat einen bestimmten Wert. Landläufig kann man, möchte man nicht den gesamten Kaufpreis investieren, mit einem Partner die Hypothek und die Fläche teilen. Um wie viel
günstiger muss es dann sein, die Kosten mit einem Haufen Leuten zu teilen, die jeweils nur eine Woche, also keine Fläche, sondern eine Zeiteinheit, besitzen.
Nur der Unterschied ist u.a der, dass man ein Appartement beispielsweise vererben kann, ein Wohnrecht gilt nur lebenslang. Und ist auch dafür erstaunlich teuer.
Trotzdem ein Millionengeschäft, zumindest für den Investor. Aber auch nur, wenn er es schafft, möglichst schnell möglichst viele Anteile unter die Leute zu bringen.
Aus dieser Notwendigkeit entwickelte sich ein Verkaufssystem, das bald schon in die Schlagzeilen geriet. Innerhalb eines Nachmittags mussten Menschen überzeugt werden, sich in Kosten zu
stürzen, die sie nach nüchterner Überlegung nur schwer wieder los wurden.
Alles schwarze Schafe und eine gute Idee wurde dabei beinahe in Verruf gebracht. Aber Achtung, jetzt kommt die Mutter der TUI. Und die wird alles besser machen!
Zwar ist man auch hier von guten Geschäften überzeugt, die letztlich von irgendwem bezahlt werden wollen, aber die Form soll sauber werden. Und außerdem steht ja die Preussag AG dahinter, wer
will daran zweifeln. So wurde dieses ehrgeizige Projekt letztes Jahr ins Leben gerufen und nun umgesetzt. Auch und gerade auf Fuerteventura.
“All inclusive”
Fluch oder Segen
für die Insel?
Der Trend ist nicht zu leugnen. Immer mehr Reiseveranstalter setzen auf “All-inclusive”-Angebote.
Mit gemischten Gefühlen reagieren die verschiedenen insularen Interessengruppen auf diese Entwicklung.
Gewiss ist das Angebot, die Urlaubskasse der Gäste während ihres Aufenthaltes scheinbar zu schonen, äußerst lukrativ für die Anbieter. Dazu sehr bequem für die Reisenden und für die
Hotels eine Möglichkeit, ihre Betten mit einer nicht mehr ganz neuen Art des Angebotes belegt zu halten.
Für viele, vor allem kleinere Geschäftsleute, die von den Touristen leben, wird dies jedoch bald das Aus bedeuten. Bereits heute werden gut 75% der Urlaubsbudgets in den Heimatländern
ausgegeben, Tendenz steigend.
Dabei sind es nicht nur die so genannten Billiganbieter, die ihren Kunden ein Komplettpaket schnüren, auch der renommierte Veranstalter TUI als Miteigentümer der Hotelkette RIU geht hier neue
Wege auf gleichem Kurs. Neben zwei neueren RIU Hotels auf Mallorca wird diesen Sommer auch das Hotel Fuerteventura Playa an der Costa Calma in das Konzept eingebunden.

Seit Mai “All-inclusive-Hotel”:
das RIU Fuerteventura Playa
an der Costa Calma
Eigentlich war für diese Saison eine Renovierung des ehemaligen Vorzeigehotels der Region vorgesehen, aber offenbar möchte man sich hierfür noch ein paar Peseten
zusätzlich erwirtschaften.
Zielgruppe für die Pläne der Hotelgruppe sind die jungen Paare, die überdurchschnittlich verdienen und ihren Urlaub aktiv gestalten möchten, ohne dabei auf die Mark zu achten. Sie kennen in
aller Regel ähnliche Angebote aus Urlauben in der Karibik, so ein Sprecher der Hotels. Das Engagement der RIU Gruppe in der Karibik habe darüber hinaus zu guten Ergebnissen geführt und werde
mit der neuen Destination Jamaika weiter ausgebaut.
Unterdessen haben die politischen Parteien auf dieser Insel Wind von der Problematik bekommen. Wie zu erwarten schlägt sich die PSOE, die gemäßigte Linke, sofort auf die Seite der
Kleinunternehmer und fordert eine gesetzliche Beschränkung der All-inclusive-Angebote. Die Kanarische Koalition (CC) hingegen wirft der Opposition vor, die Leute zu verunsichern und Zwietracht
zu säen, während man doch eigentlich das Wohl der Touristen im Auge haben sollte.
Bis hier eine fundierte Auseinandersetzung beginnt, werden die Reiseveranstalter ihre Schäfchen längst im Trockenen haben.
Endlich mehr Linienbusse
im Süden der Insel
Der Sommer und die steigenden Urlauberzahlen machen’s möglich!
Die öffentliche Busgesellschaft Tiadhe hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pájara die neuen Busfahrpläne für die Sommersaison vorgestellt. Danach werden die Linienbusse auf der Strecke
Morro Jable - Gran Tarajal ab 1. Juni halbstündlich verkehren. Zur Freude der Arbeitnehmer werden auch die Zeiten vorverlegt. Der erste Bus startet bereits morgens um 6 Uhr. Der letzte Bus
bricht gegen Mitternacht zu seiner letzten Fahrt auf.

Für die Urlauber, die gerne günstig und unabhängig die Insel erkunden, entfällt damit auch die bange Frage nach den nächsten Fahrzeiten. Die Wartezeiten an der
Haltestelle werden deutlich kürzer sein.
Darüber hinaus werden zusätzliche Haltestellen eingerichtet, beispielsweise an dem neuen botanischen Kaktusgarten des La-Lajita -Oasis-Parks, der nun bequem per Bus von Süden her erreichbar
ist.
“Ich wollte schon immer
über 100 werden!”
Ende April gab es in der Gemeinde La Oliva einen besonderen Anlass zu feiern. Juana García Vera, von allen nur liebevoll die “Oma von Tindaya” genannt, feierte im großen
Familienkreis ihren 101. Geburtstag.
Juana García Vera ist damit nicht nur die älteste Einwohnerin der Insel, sie ist inzwischen auch längst nicht mehr nur Oma. Zu der Feier in ihrem Haus in Tindaya kamen neben den drei noch
lebenden Kindern und 33 Enkelkindern auch 27 Urenkel und 5 Ururenkel der Jubilarin.
Ans Bett gebunden hat sie dennoch nichts von ihrem Humor eingebüßt. Als sie von ihrem Sohn an den Ehrentag und ihr Alter erinnert wurde, antwortete sie knapp “Was, erst 101?”.

Mit 101 Jahren die älteste
Bewohnerin Fuerteventuras
Überliefert ist auch ihr Versprechen, das sie an ihrem letzten Geburtstag gab. Vor Vertretern des Gemeinderates von La Oliva und weiterer Lokalprominenz ließ sie
anlässlich ihres vollendeten Jahrhunderts verlauten, dass sie, sollte sie das Jahr auch noch überleben, allen Teilnehmern an diesem Tag eine fünfstöckige Torte spendieren würde. Auf ihr
Ankündigung angesprochen sagte sie nur: “Das war doch ein Spaß, für so was habe ich gar kein Geld!”
Trotz unzähliger Krankheiten im Laufe ihres Lebens und der Tatsache, dass sie nicht mehr gut hört und zunehmend schwächer wird, ist ihr neben ihrer Familie und ihrem Sinn für Humor etwas
sehr Wertvolles geblieben: Ein klarer Verstand und eine Fülle an Erinnerungen werden ihr hoffentlich noch lange erhalten bleiben !
Der erste Regen und
die Hoffnung der Landwirte
Am 21. April wurden im Süden der Insel die ersten
Regenfälle diesen Jahres gemeldet.
Regenfälle diesen Jahres gemeldet.
Nur sehr wenig, zu wenig, die Regenbehälter oder die Barrancos zu füllen, aber immerhin genug, den Boden zu befeuchten.
Wie jedes Jahr hoffen die Landwirte, dies werde ein besseres Jahr für ihre Böden. Wie jedes Jahr leben sie in der Hoffnung auf reichere Ernte.
Es ist fast eine Tradition geworden, auf Regen zu warten, der kommt, um ihnen die Ernte des Jahrhunderts zu bescheren. Jeden Morgen sehen sie aus dem Fenster in Erwartung des großen Tages, und
sie gehen schlafen mit der Hoffnung auf den nächsten Tag. Die wenigsten können sich an eine derart lange Dürreperiode erinnern, die nun schon über ein Jahr dauert.
Sie glauben, Regen sei keine Nachricht wert? Vielleicht haben sie Recht, aber wird in Deutschland nicht auch über jeden Sonnentag berichtet? Denken sie daran, wenn es zu Hause wieder regnet
oder sie sich wundern, dass Obst und Gemüse im hiesigen Supermarkt wieder teurer geworden ist.
62.000 Jugendliche hängen
noch am Rockzipfel
Nicht nur in Deutschland ein soziales Phänomen, auch auf den Kanarischen Inseln leben die Kinder immer länger bei den Eltern.
Fast könnte man meinen, es hätte nie das Wort Generationenkonflikt gegeben und die Großfamilie lebt wieder unter einem gemeinsamen Dach. Doch die Zeiten haben sich geändert, und die Gründe
sind eher alltäglich.
Unsichere wirtschaftliche Verhältnisse, Zeitarbeit oder gar Arbeitslosigkeit und die Problematik der Wohnungssuche sind die häufigsten Ursachen für das endlose Zusammenleben im Elternhaus.
Rund 62.000 Jugendliche über 25 Jahren leben kanarenweit noch bei den Eltern. Bei den meisten von ihnen ist noch kein Ende dieser Situation abzusehen. Ihr Problem sind neben niedrigen Löhnen
bei gelegentlicher Beschäftigung die verhältnismäßig hohen Mieten, die sie zahlen müssten.
Die alte Tradition, zu heiraten und eine gemeinsame Wohnung zu beziehen, scheint ebenfalls keine Lösung zu sein. Zumindest keine, die gerne in Erwägung gezogen wird.
Das statistische Amt, das diese Entwicklung kürzlich bekannt gab, fand indes auch Jugendliche, die sich frei dazu bekennen, zu Hause zu leben. Sie sparen Miete, um ihr Geld in diverse
Freizeitaktivitäten zu investieren. Eine Stellungnahme der betroffenen Eltern steht noch aus.
Kunsthandwerkmesse
ein voller Erfolg
Am 10. Mai wurde in Gegenwart eines Vertreters der Kanarischen Regierung und weiterer Lokalprominenz die diesjährige Kunsthandwerksmesse in Antigua eröffnet.
Der geplante Besuch des Präsidenten Román Rodríguez wurde auf die Abschlusskundgebung verschoben.

Zahlreiche Besucher drängten sich bereits am Eröffnungstag durch das Gelände, um die verschiedenen Stände zu besuchen. Einen besonderen Stellenwert nahmen
diesmal die Glashandwerker ein. Manch einen wird die Vielzahl an regionalen Kunstfertigkeiten überrascht haben, die leider nicht alle ihren Weg in die Souvenirgeschäfte der Touristenzentren
finden.
Über 200 Künstler nahmen an der für die Region wichtigen Ausstellung teil. Viele von ihnen ließen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.
Im Laufe der viertägigen Veranstaltung gab es zudem zahlreiche folkloristische Darbietungen zu bestaunen und es wurde der schönste Stand der Messe prämiert.
Der Kunsthandwerker Felipe Marrero erhielt einen Preis für seine Verdienste um die Pflege traditioneller Elemente in seiner Kunst.
Geld für Babys
Betancuria sorgt für Nachwuchs
Die Gemeinde Betancuria hat sich vorgenommen, von ihrem Image als alte Binnenregion wegzukommen.
Dies gilt natürlich nicht für die Baudenkmäler und Museen, die u.a. den Reiz der Gemeinde ausmachen, wohl aber für die Bevölkerung. Diese ist im Schnitt fast dreimal so alt wie der
Durchschnitt der übrigen Inselbewohner.
Daher hat der Gemeinderat jüngst auf einer Sitzung überlegt, der Verjüngung der Altersstruktur seiner Bewohner etwas nachzuhelfen. Finanziell natürlich.
Und so steht auf der nächsten Versammlung ein Antrag zur Abstimmung, jedem Einwohner des Bezirks Betancuria 25.000 Peseten für eine erfolgreiche Fortpflanzung zu zahlen.
Die Bedingungen sind recht günstig, da das Verhältnis von Mann und Frau einigermaßen ausgeglichen ist.
Gleichzeitig bleiben die in Aussicht gestellten Ausgaben überschaubar, handelt es sich bei Betancuria doch um die am dünnsten besiedelte Gemeinde der Insel. Ihre 735 Einwohner repräsentieren
gerade einmal 2% der Gesamtbevölkerung Fuerteventuras.
Ganz nebenbei wird sich wohl auch diese Statistik zugunsten der idyllischen Region verändern. Eine wahrlich angenehme Herausforderung!
Fischer von Las Playitas in
Alarmbereitschaft
Wenn das Beispiel Schule macht, so fürchten die Fischer des Ortes Las Playitas, dann ist es bald vorbei mit dem malerischen Bild dümpelnder Boote am Strand.
Bisher lagen vor allem die kleineren Boote der Fischer unbekümmert und unbefestigt am Strand oder trieben geankert in Reichweite der Küste.
Mitte Mai jedoch fehlte eines der Boote. Schnell war klar, dass hier Marokkaner am Werk waren, die mal wieder Flüchtlinge auf die Urlaubsinsel geschleust hatten und sich nun ein vernünftiges
Boot für die Rückreise besorgen wollten.
Getroffen hat es einen Rentner, dessen ganzes Erspartes erst zwei Monate zuvor in diesen Traum geflossen war. Von seiner Pension, so klagt er, wird er sich wohl kein zweites Boot kaufen können.
Seine Kollegen entdeckten am gleichen Tag, dass aus ihren motorbetriebenen Booten Zubehör und Benzinkanister fehlten.
Anderen fiel auf, dass versucht wurde, ihr schnelleres Boot zu starten, doch offenbar ohne Erfolg.
Trotz einer Anzeige bei der Guardia Civil am gleichen Morgen ist es dieser nicht gelungen, das Fischerboot aufzuspüren.
Kein Wunder, so der Pensionär, machte sich die Küstenwache doch erst am Abend auf die Suche.

Müssen malerische Bilder, wie dieses hier in Las Playitas,
bald der Vergangenheit angehören?
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