Jetzt obligatorische
Haftpflichtversicherung
für etliche HunderassenEine Gesetzesverordnung vom 27. März diesen Jahres sieht für die Halter von Hunden, die in die Kategorie der “gefährlichen Hunderassen” eingestuft sind, ein neues “Muss” vor: eine Haftpflichtversicherung. Diese, im Sprachjargon als “Kampfhunde” bezeichneten 4-Beiner waren erst letztes Jahr, nach mehreren unschönen Vorfällen, das Ziel des Gesetzgebers und man verpasste ihm einen “in der Öffentlichkeit ständig zu tragenden, dem Hund angemessen dimensionierten Maulkorb”, sowie die Verpflichtung des Halters, den Hund stets angeleint zu führen. Die Versicherungsunternehmen in Spanien bieten diese Hunde-Haftplicht seit diesem Stichtag an. Der Preis beträgt zwischen 60 und 72 Euro, je nach Versicherer. Die Leistung dafür ist, laut Gesetz, eine
Versicherungs- höchstsumme von 150.000 Euro, die den materiellen oder körperlichen Schaden Dritter decken soll. 
Einige Versicherer haben diese Summe auf das Doppelte, sprich € 300.000, für den annähernd gleichen Preis erhöht, zudem noch die Deckung für mögliche Schäden am Tier oder seinem Halter erweitert, andere decken auch den Verlust des Hundes mit einer Zahlung von höchstens € 150 ab.
Zu den “gefährlichen Hunderassen” zählen die bekanntesten wie der Pit-Bull, Rottweiler oder auch der Mastino, sowie alle Hunde, vor allem Mischlinge mit vorab genannten Rassen, die auf Grund ihrer physischen Charakteristika mit jenen
gleichzusetzen sind. Als Voraussetzung für die Erteilung einer Versicherungspolice verlangen die Versicherungsunternehmer einen auf dem aktuellen Stand befindlichen, gültigen Impfpass des Tieres. Der Hund muss außerdem mindestens vier Monate alt sein, darf jedoch die Altersgrenze von neun Jahren noch nicht überschritten haben. Dem Halter eines als “potentiell gefährlich’ eingestuften Hundes wird die Beantragung einer Lizenz zum Besitz eines solchen Tieres zur Auflage gemacht. Sie soll die physische und psychische Kapazität des Halters, sowie eine ausreichende
Befähigung zur artgerechten Haltung bescheinigen.
Die psychologischen und körperlichen Tests sollen eine dominierende Handhabung des Hundes sichern, den Eigentümer selbst und sein Umfeld vor etwaigen Schäden gleich welcher Art beschützen. Die Lizenz muss von Personen, die schon im Besitz eines entsprechenden Tieres sind, bis Ende Juni diesen Jahres bei den Kreisverwaltungen beantragt werden, wo der Hund mit Halter nach Abschluss aller Überprüfungen dann in ein spezielles Register aufgenommen wird. Keine Lizenzen werden vergeben für Personen, die den psychologischen Test nicht bestehen oder die bereits einmal mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, d.h. einen Eintrag im Strafregister haben. Bei Führen des Hundes in der Öffentlichkeit muss dieser stets einen “seiner Größe entsprechend bemessenen Maulkorb tragen” und “an einer höchstens 2 Meter langen Leine, die nicht ausrollbar oder verlängerbar sein darf”, geführt werden. Sollte sich der Hund auf einer Finca, einem Haus auf dem Land mit dazugehörigem Gelände, auf der Parzelle eines Hauses oder dessen Terrasse befinden, muss dieser angekettet sein, falls die Bauweise oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen oder Schutzeinrichtungen wie Einzäunungen nicht 100%ig
verhindern können, dass der Hund sich nähernden Personen gefährlich werden könnte. Dabei macht es keinen Unterschied, ob diese Person sich erlaubt oder unerlaubt nähert! Die Lizenzen selbst sollen vorerst eine Gültigkeit von 5 Jahren haben und sind vorgeschrieben für folgende Rassen, die übergeordnet in acht Kategorien eingeteilt wurden: Pit Bull, Staffordshire Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Rottweiler, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Tosa Inu, Akita Inu und alle Kreuzungen dieser Rassen. Zudem sind auch klassifiziert jene Hunde mit mindestens einer der
nachfolgend aufgelisteten Charaktereigenschaften: Gewicht über 20 kg, Brustumfang über 60 cm, voluminöser Kopf, starke Muskulatur, großes Gebiss oder großes Maul, kurzer Hals, aggressiver Charakter, sowie jene Spezies, von denen bekannt ist, dass sie bereits irgendwann einmal
andere Tiere oder gar Menschen angegriffen haben.
In diese Klassifizierung fallen sowohl ganze Hunderassen, aber auch Mischlinge oder Einzelexemplare, auf die mindestens eine der weiter oben angeführten Charakteristika zutrifft. 
Die Kreisverwaltungen verweisen auf eine strikte Handhabung und einer
rigorosen Durchsetzung dieses Gesetzes seitens der “staatlichen Exekutive”, sprich: Polizei, und weisen auf den zur Zeit geltenden Katalog für Buß- und Strafgelder, sowie sonstige dort aufgeführte Sanktionen hin. Dieser sieht für kleinere Vergehen wie das Führen ohne Leine oder Maulkorb ein finanzielles Embargo des Halters in Höhe von € 150 bis € 300 vor,
bei gravierenderen, was Angriffe auf Sachen Dritter, andere Tiere oder Menschen oder auch den Halter selbst sein können, finanzielle Sanktionen in Höhe von 300 € bis 2.400 €. Bei groben Vergehen, unter die auch das Misshandeln oder das
Aussetzen des Tieres fallen, können die Strafgelder von 2.400 € bis maximal 15.000 € zu Buche schlagen. Damit ist lediglich die strafrechtliche Seite abgedeckt! Die Möglichkeiten der zivilrechtlichen Klage seitens einer dritten Person
bleiben davon unangetastet geltend. Jenes Gesetz schließt im übrigen auch die mitgebrachten “Lieblinge” aus anderen Ländern ein, egal ob nur zum Urlaub oder als Einwanderer mitgebracht! Sollte es sich um einen in Spanien versicherungspflichtigen Hund handeln, ist es ratsam, eine international gültige Versicherungspolice zur Hand zu haben. Seit geraumer Zeit ist in Spanien zudem die Implantation eines Identifikationschips für alle Hunde, gleich welcher Rasse, vorgeschrieben, um bei Auffinden eines Hundes eben den Eigentümer schneller ausfindig machen zu können, was unter Umständen das Leben des Hundes retten kann, da im allgemeinen verwaiste Tiere gnadenlos getötet werden.
Anm. d. Red.: Das alles ist detaillierter nachzulesen im Real Decreto (Gesetzesverordnung) vom 27. März 2002, in Bezug auf das Gesetz 50/99, veröffentlicht im Boletin Oficial del Estado BOE (Staatsanzeiger) vom 27. März 2002 oder, in Bezug auf die Versicherung und deren
Konditionen und Leistungen, zu erfragen bei jeder Versicherungsagentur in Spanien. Ausbau der Häfen
in Corralejo, Gran Tarajal und Morro Jable Die drei größten Häfen auf Fuerteventura — Corralejo im Norden, Gran Tarajal im südlicheren Teil und Morro Jable auf der Halbinsel Jandía — werden bis zum Ende des Jahres 2006 erweitert und ausgebaut, mit einem
Investitions- volumen von insgesamt mehr als 42 Millionen Euro. Konkret soll in Morro Jable die Mole erweitert und verbessert werden. So soll der Jet-Foil, das schnelle Tragflächenboot, eine eigene Anlegestelle erhalten, eine zweite Ankerstelle für die Fähren geschaffen werden und die Zonen für die
Fischerboote und die Kreuzfahrtschiffe erweitert und verbessert werden. Als Investitionssumme für diese Reformen sind dafür etwas über 14 Millionen Euros vorgesehen. Der Hafenumbau von Corralejo wird mit annähernd 17 Millionen Euro vorgenommen, wobei die kompletten Anker- und Anlegestellen modifiziert und vor allem erweitert werden, da durch den stark angestiegenen Passagier- und
Warenverkehr bereits Engpässe entstanden sind. Ferner sollen der Sporthafen erweitert und der künstliche Deich zum Schutz der Stadt überarbeitet werden. Gran Tarajal wird ebenfalls einer Modernisierung unterzogen, sowie all die kleineren Fischerhäfen, die über die gesamte Insel von der West- bis zur Ostküste, vom Norden bis zur Südspitze verstreut liegen. Im Falle von Gran Tarajal wird eine Summe von über 11 Mio. Euro zugrunde gelegt, die größtenteils in die Erweiterung und die vollkommene Umgestaltung des Hafenbeckens investiert werden. So soll der Hafen von Gran Tarajal ebenfalls in das Netz der Passagier- und
Warentransportschiffe aufgenommen und der Sporthafen im großen Rahmen erweitert werden. Neue
Flugverbindung mit Tschechien Das tschechische Reiseunternehmen “Canarias Travel” hat beschlossen, eine regelmäßige wöchentliche Fluglinie, die Fuerteventura direkt mit der tschechischen
Hauptstadt Prag verbinden wird, einzusetzen. Damit summieren sich die Verbindungen mit Prag auf zwei, da schon der Reiseveranstalter Fischer eine Fluglinie mit diesem Kurs unterhält.
Der Flug, seit Anfang April in Betrieb, wird von der Fluglinie “Travel Service” ausgeführt. Während der Monate April und Mai wurde zum Zwecke der Sitzplatzauslastung auch Lanzarote angeflogen. Canarias Travel arbeitet auf den Kanaren seit mehreren Jahren und war mit ihren Flügen stets pünktlich, obwohl es das erste mal ist, dass man eine ganzjährige Fluglinie unterhält. Eindrücke von der
diesjährigen Kunsthandwerksmesse Vom 9. bis zum 12. Mai feierte die “Feria Insular de Artesanía” in Antigua, die alljährliche Kunsthandwerksmesse der Insel, ihr 15-jähriges Jubiläum. Der diesjährige Ehrengast waren die Balearen. Die Messe ist Treffpunkt von Majoreros, Urlaubern und Residenten, die jedes Jahr wiederkommen, um die Werke einer großen Zahl von Künstlern und
Kunsthandwerkern im Rahmen einer Fiesta anzuschauen und zu bewundern. Dieses Jahr trafen sich Kunsthandwerker aller spanischen Inseln auf der Messe, um ihre neuesten Arbeiten zu zeigen. Die diesjährige Messe war schwerpunktmäßig der traditionellen Kleidung gewidmet. So zeigt sich die Messe den verschiedenen Handwerkern/innen erkenntlich, die sich ihr Leben lang dem Weben und Stricken gewidmet haben. Den „Premio Insular de Artesanía 2002“ bekam dieses Jahr Juana Betancor Sicilia, die ihr Leben lang Hausfrau war, und die jede freie Minute für die Weberei nutzte. Ihr größter Wunsch ist, dass sich jetzt die jüngere Generation darum kümmert, diese traditionellen Fertigkeiten weiter zu geben.
Leider wird traditionelle Kleidung auf Fuerteventura heutzutage nur noch sehr selten getragen, und wenn, dann meistens nur bei Volksfesten, Karneval oder zu anderen festlichen Ereignissen. Die alte Dame erinnert sich, dass die Frauen und Mädchen das Weben und Stricken von anderen, meistens älteren Frauen erlernten und so Gelegenheit erhielten, ein wenig eigenes Geld zu verdienen, da es damals als nicht schicklich galt, dass eine Frau oder ein Mädchen einer bezahlten Arbeit nachging. n den über hundert, von verschiedenen Personen errichteten Ständen wurden noch viele andere Dinge gezeigt: Keramik, geflochtene Hüte, Schmuck, Bilder und Gemälde, sowie pflanzliche Produkte zur Aromatherapie und natürliche Färbungsmittel für Kleidung. 
Auch Doña María Carmen Echeverría hat hier einen Stand, wo sie Bilder und Kunstobjekte von sich und ihren Schülern vorstellt. Sie kommt ursprünglich aus Barcelona, lebt aber schon seit Jahren hier auf
Fuerteventura. Sie ist seit elf Jahren jedes Jahr dabei, und zwar wegen der ganz besonderen Stimmung und um ihre Fortbildungskurse bekannt zu machen und mit den Leuten zu diskutieren. 
Neben den Ständen mit den Kunsthandwerken gibt es noch den Mercadillo,
wo man im Zelt die Möglichkeit hat, sich etwas von den „Strapazen“ des Ausstellungsbesuchs zu erholen bei einem kleinem Imbiss und der einen oder anderen “copa”. Im Mercadillo werden auch typische Landesprodukte aus
biologischem Anbau ausgestellt, die man gleich an Ort und Stelle ausprobieren und erwerben kann. Ein Beispiel für die Vielfalt des Angebots im Mercadillo ist Maximino Robaina. Er stellt in Betancuría Käse her und kommt seit fünf Jahren regelmäßig nach Antigua. Das Besondere an dieser Messe ist für ihn, dass die Aussteller und die Besucher von allen kanarischen Inseln sowie aus vielen anderen Ländern kommen und sich so eine große Vielfalt präsentiert. Außerdem ist die Ausstellung die ideale Möglichkeit für ihn, mit anderen Käseproduzenten über das Neueste im Käsemarkt zu fachsimpeln. 
Abends trifft man sich dann auf dem Hauptplatz des Ausstellungsgeländes zum gemütlichen Plausch mit Freunden und Bekannten. Dort findet auch der offizielle Teil der Messe statt, wie zum Beispiel die Eröffnungszeremonie und die Preisverteilung. Die Messe war dieses Jahr wieder ein großer Erfolg und klang fröhlich mit den Darbietungen verschiedener Volkstanzgruppen aus.
Weiterer Etappensieg
im Kampf gegen das Cotillo-Bauprojekt Mit Dekret vom 19. Mai hat das Tourismusministerium der Inselregierung die vorher vergebene Genehmigung für den Bau und die Bewirtschaftung mehrerer Hotels in der Zone "Casas de Majanicho" nun doch abgewiesen. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass die Genehmigung nicht vereinbar sei mit dem Gesetz über die "staatlich geregelte Nutzung des Terrains zum Zwecke der
touristischen Erschließung sowie des Tourismusgewerbes", einem Gesetz mit Namen "Moratoria". 
Zahlreiche Protestaktionen
zeigten endlich Wirkung!
Die betroffenen Firmen können Widerspruch bei dem entsprechenden Ministerium oder eine Verfassungsbeschwerde beim Obersten Kanarischen Verwaltungsgerichtshof einlegen. Der Bebauungsplan “SAU-12 Casas de Majanicho” sah die Konstruktion von vier Hotels mit einer Kapazität von 4.500 Gästebetten, ein Alterspflegeheim und ein Museum vor. Die Kreisverwaltung von La Oliva genehmigte auf ihrer Versammlung vom
09. Dezember 2000 die Änderung des Bebauungsplanes, veröffentlicht im Boletín Oficial de Canarias vom 15. Juni 2001, obwohl da bereits das “Gesetz zur Neuordnung des Territoriums und Touristikwesens” (Moratoria) in Kraft war.
Die Firma Nombredo S.L. beantragte daraufhin Mitte März die erforderliche Baugenehmigung, worauf die Regierung bei der Generalverwaltung für touristische Neuordnung eine entsprechende Begutachtung des Bauantrags in Auftrag gab, mit
Ausnahme der Parzelle, auf der ein 5-Sterne-Hotel geplant ist. Die Antwort war negativ, da die geplante Bebauung mit der eingangs erwähnten “Moratoria”, auch unter Einbezug aller möglichen
Ausnahmegenehmigungen, unvereinbar sei. Dem geplanten Bau eines Altenpflegeheims und eines Kongresshotels der 5-Sterne-Kategorie stünde nichts im Wege, da diese nicht “touristischen Zwecken dienen” und aus diesem Grunde nicht unter die Regelung der Moratoria fallen würden.
Neuer Fahrplan für den “Jet-Foil”,
die Schnell-Fähre nach Gran Canaria und Teneriffa
Seit April ist ein neuer Fahrplan für das Tragflächenboot, das den Hafen von Morro Jable auf Fuerteventura mit den Häfen “La Luz” in Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz auf Teneriffa verbindet, in Kraft. Wie von der Firma Transmediterránea, die den Betrieb des “Jet-Foil” unterhält, verlautet, wurde eine Änderung, bzw. Erweiterung des Fahrplans nötig, da immer mehr Personen den Service der ca. 90 Minuten dauernden Überfahrt in
Anspruch nehmen. 
Man will mit der nun täglichen Verbindung — bislang war dieser Service nur Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag im Angebot — eben dieser gestiegenen
Nachfrage gerecht werden. Der Jet-Foil legt jetzt in Gran Canaria von montags bis samstags um 11:30 Uhr ab, sonntags um 12.00 Uhr. Die Ankunftszeit im Hafen von Morro Jable liegt bei etwa 13:00 Uhr. Nach einem zweistündigem Aufenthalt
beginnt der “Rückflug”, auch sonntags, um 15.00 Uhr. Eine Modifikation auch für die weiterführende Verbindung von Gran Canaria nach Teneriffa: Der Jet-Foil verlässt “La Luz” zweimal täglich Richtung Teneriffa, von Montag bis Samstag um 7:30 Uhr und 17:00 Uhr, an Sonntagen um 8:00 Uhr und 17:00 Uhr, in umgekehrter
Richtung dann um 9:30 Uhr und 19:00 Uhr unter der Woche, und sonntags um 10:00 Uhr und 19:00 Uhr. Die beiden Jet-Foils in den Diensten der Transmediterránea haben die klangvollen Namen “Princesa Dácil” und “Princesa Teguise”, benannt nach zwei berühmten Damen aus der Frühgeschichte der
Kanarischen Inseln.
Investoren für
Unterwasser-Datenautobahn gesucht
Das Wirtschaftsministerium der kanarischen Regierung hat Mitte April die kanarischen Unternehmer aufgerufen, in einen Investitionsfond zu investieren, um das Kapital des
Unternehmens “Cable Submarino” aufzustocken.
Dieses Projekt sieht vor, alle Inseln mit einem Unterwassernetz aus Glasfaserkabeln zu verbinden. Die Super-Datenautobahn, welche die Übertragung von Daten, Stimme, Fax und Videos in großem Umfang erlaubt, soll das Monopol auf dem
Telekommunikationssektor durchbrechen und den neuen und selbst den noch zu erwartenden Technologien auf diesem Sektor genug Leistungspotential zur Verfügung stellen können. 
Das Unternehmen hat ein eingezahltes Kapital von derzeit 6,05 Mio. Euro (Stand 11.04.02) und zählt zu seinen Aktionären die kanarische
Telefongesellschaft “Telecom Canarias” (Beteiligung 41%), das Unternehmen der Öffentlichen Hand “Sodecan” (21%) und die spanische Version der Kreissparkassen “Caja Canarias” (9%). Die Aktien können bis Ende dieses Jahres mit einer Mindestbeteiligung von 6.000 Euro erworben werden.
Erster
Computertomograph auf der Insel Das “Centro Clínico Fuerteventura” in der Hauptstadt Puerto del Rosario hat seit Februar diesen Jahres einen MRT-Computertomographen. Es handelt sich um einen durch einen Computer gesteuerten Ultraschallecholoten für Ein- oder Mehrschichtaufnahmen vom Körper oder auch nur von einzelnen Körperpartien. Für die Bewohner von Fuerteventura erleichtert das bei Bedarf den Aufwand, vor allem zeitmäßig, erheblich, da man sich bislang für solche Untersuchungen extra nach
Lanzarote oder Gran Canaria begeben musste. 
Die Privatklinik kann bereits mehrere kostspielige medizinische Geräte ihr Eigen nennen, die durch den öffentlichen Gesundheitsträger nicht zur Verfügung gestellt werden (können), zu denen Geräte wie ein Ecograph, Apparate zur konventionellen Radiologie oder auch ein Mammograph zur Früherkennung von Brustkrebs gehören. Die einheimische Investorengruppe unter der Federführung von Silvestre de León hat die Versorgungslücke gerade auf dem medizinischen Bereich erkannt und sich eben darauf
spezialisiert, in kostenintensive Apparatemedizin zu investieren.
Einweihung des
neuen Auditoriums in Gran Tarajal
Großer Andrang bei der Uraufführung des Theaterstücks ‘La Gatita y el Búho’ (Das Kätzchen und der Uhu) zur Einweihung des neuen Auditoriums in Gran Tarajal, im Süden der Insel. Endlich wurde die lang ersehnte Kunstbühne Wirklichkeit. Mit 120 qm Bühnenfläche und 14 m lichter Höhe, dazu Platz für 380 Zuschauer wurde das Auditorium, dessen Grundstein schon im Jahr 1999 gelegt worden war,
am 5. April dieses Jahres eingeweiht. Unter den geladenen Gästen wurden Politiker aller Couleur und die gesamte “High Society Majorera” gesichtet. 
Das zur Einweihung aufgeführte Theaterstück beschreibt die Geschichte der Liebe eines Autors zu einer Prostituierten, die beide in der Anonymität einer Großstadt leben und beide auf ihre Art versuchen, in diesem Umfeld ihre Seele zu bewahren. Die zukünftigen Aufführungen werden in der Tagespresse im Anschluss an den Lokalteil für Fuerteventura veröffentlicht, können im Kultusministerium (Consejería de Cultura del
Cabildo Insular de Fuerteventura) oder bei der Auskunft in den Kreisverwaltungen unserer Insel erfragt werden.
April, April...
der macht, was er will
Die starken Unwetter, die Anfang April den Archipel heimsuchten, sorgten auch auf Fuerteventura für einige Ängste und schlaflose Nächte, obwohl sich der
entstandene Schaden in Grenzen hielt. Der starke Wind - im Süden wurden bis zu 93 km/h gemessen - entwurzelte zahllose Palmen, knickte viele Blütenstängel
der Agaven um, und auch mehrere Straßenverkehrszeichen wurden Opfer der orkanartigen Böen. 
Rechtzeitig wurden alle Notfall- und Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft gesetzt, ohne jedoch - zum Glück - ernsthaft gefordert zu werden. Doch zum Langweilen war es auch nicht: Allerorts waren umgeknickte Straßenlampen und ‘Pitas’ von den Strassen zu entfernen und den Autofahrern wurde nahegelegt, die meerseitigen Straßen zu meiden und besser die landesinneren Ortsverbindungen zu benutzen. Die Wasserwacht wurde verstärkt und es gab für alle Sportboote und Vergnügungsschiffe ein Auslaufverbot. Mehrere Strände wurden geschlossen, um etwaigen Personenschaden durch
Leichtsinnigkeit schon im Vorfeld zu begegnen, obwohl für einige Surfer scheinbar gerade das richtige Lüftchen wehte... Der meiste Schaden entstand auf dem Messegelände in Pozo Negro; der Wind deckte große Flächen der Gebäude ab und zerstörte fast vollständig die medizinische Notstation, die vorerst provisorisch dort aufgestellt worden war. 
Stark betroffen war von dem Unwetter der Schiffsverkehr; der Jet-Foil blieb verankert in Gran Canaria und der Ferry wurde, statt im Hafen von Morro Jable anzulanden, nach Puerto del Rosario
umgeleitet. Dies bedeutete eine Verspätung von etwas mehr als vier Stunden, was allerdings keinen ernsthaft beunruhigte, da die ‘Majoreros’ diese Prozedur, je nach Wetterlage, hin und wieder in Kauf nehmen müssen. Auch die Fährverbindung von und nach Lanzarote blieb intakt, und die Fährschiffe ‘Volcán de Tamasite’, Volcán de Tausen’ und ‘Volcán de Tejeda’ verkehrten ohne größere Probleme.
Denkmalgeschützte
Bauten vom Verfall bedroht
Auf Fuerteventura gibt es annähernd einhundert katalogisierte und unter Denkmalschutz gestellte Bauwerke, die allerdings vom sicheren Verfall bedroht sind, wenn sich nicht endlich etwas tut. Ingesamt 62 dieser Denkmäler, die Teil des historischen Erbes von Fuerteventura sind, bleiben von den zuständigen einheimischen Institutionen unbeachtet ihrem Schicksal überlassen. Selbst Einheimische kennen viele dieser Zeitzeichen nicht, ganz zu schweigen von den Tausenden von Touristen, die jährlich über die Insel streifen, auf der Suche nach historischen Sehenswürdigkeiten Viele dieser “kulturellen Interessengüter” (Bienes de Interés Cultural - BIC) bedürfen dringendst einer Restaurierung und Konservierung seitens der zu-ständigen Institutionen, will man sie noch vor dem kompletten Verfall retten.
Die größte Anzahl dieser Bauwerke befinden sich in den nördlichen Bezirken “La Oliva” und “Puerto del Rosario”, wobei in La Oliva beispielsweise alle Mühlen, Wehranlagen und
Gemeindekapellen Fuerteventuras immerhin schon einmal aufgelistet worden sind. Das imposante Kastell in “El Castillo”,
Costa Caleta (Caleta de Fustes), zur Zeit geöffnet für
kostenlose Besichtigungen, steht da ebenso, wie das Abbild der “Nuestra Señora del Buen Viaje”, der Schutzheiligen für die Schifffahrt. Die archäologische Fundgrube “Bristol” in Corralejo ist halb verwittert, im selben Zustand befinden die beiden antiken Windmühlen. Als weitere, zum historischen Erbe zu zählende, denkmalgeschützte Bauwerke wären da zu nennen: La Casa del Inglés, La Casa de los Coroneles, La Ermita (Kapelle) de Puerto Escondido, in der regelmäßig Kurse über das Kunsthandwerk stattfinden, La Iglesia
(Kirche) de Nuestra Señora de Candelaria, allesamt im Kreis La Oliva, und die Kapelle La Ermita de Nuestra Señora de Caridad in Tindaya. 
Die Windmühlen, verteilt in Villaverde, Lajares, El Roque und Tindaya sind ebenso in dem Katalog für denkmalgeschützte Bauwerke aufgezählt, wie die Cueva (Höhle) de Villaverde oder auch die Dünenlandschaft um Corralejo.
In und um Puerto del Rosario befinden sich Bauwerke wie die alte Pfarrei Nuestra Señora de Rosario, die Kapellen Santo Domingo de Guzmán, San Augustín, Nuestra Señora de La Concepción, San Pedro de Alcántara und Santa Ana, sowie die alten Windmühlen in Puerto Lajas, Tefía, Los Llanos, La Asomada und El Almácigo.
Antigua, Tuineje und Betancuria haben am ehesten die Bedeutung dieser Kulturgüter erkannt, und können heute mit erstklassig restaurierten Denkmälern glänzen, wie La Ermita de Santa Inés, El Convento
(Kloster) de San Buenaventura, die Kapelle, in der sich die Schutzheilige der Insel Fuerteventura befindet, La Virgen de la Peña; zahlreiche Windmühlen in Antigua und im Tal Valles de Ortega, die Kapellen von San Roque, Guadalupe und San Francisco gehören ebenso dazu wie die Kalköfen Hornos de Cal de Guirre und die Meersalzfelder Las Salinas del Carmen. Einige der am besten erhaltenen Bauwerke findet man wohl im restaurierten Dorf La Alcogida, während sich das archäologische Gebiet um den Berg Montaña de la Muda als das “Von allen Vergessene” nennen dürfte. Niemand hat bisher
daran gedacht, diese abseits des Hauptstraßennetzes gelegenen Bauwerke zu rekonstruieren und in eine kulturhistorische Route aufzunehmen, sie in kleine Museen zu verwandeln und sie ihren Teil der Inselgeschichte
erzählen zu lassen...
Nostalgie in Stahl:
das Wrack des Luxusliners “American Star”
Der inzwischen fast vollständig versunkene Transatlantik-Kreuzer “American Star”, Vorzeigestück stolzer Ingenieurstechnik der 30er Jahre, zieht immer noch die Blicke auf sich. Sich selbst überlassen, an der Westküste zwischen den Buchten “Garcey” und “Biocho” im südlichen Kreis Pájara,
trotzend dem starken Wellengang, haben sich in seinem Interieur inzwischen Algen und sonstige Wasserpflanzen dort angesiedelt, wo einst Originalgemälde und Teppiche Luxus ausstrahlten, haben sich Muschelbänke dort gebildet, wo seinerzeit deren Bewohner köstlich
zubereitet verspeist wurden, und Fische durchziehen heute die Räume und Gänge, in denen damals gut gekleidete Damen und Herren flanierten. 
Der hier ansässige Künstler Klaus Behrends hat mit seiner Ausstellung in Tarajalejo dem Wrack wieder etwas Leben eingehaucht, und auch die Bewohner von “Fuerte” zieht es ab und zu an jenen Ort, um zu sehen, was
wohl noch von der alten Pracht übriggeblieben ist...
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